9
Mai
2008

Süsse Abgefuckt-Lady antwortet mir

Heute habe ich in das Postfach von http://abgefuckt-liebt-dich.de nachgeschaut und holla eine super hübsche Südländerin schrieb mir und findet mich süss und hätte nichts dagegen mich kennenlernen.
Einen kurzen Moment flogen wieder die Schmetterlinge. Dann meldete sich wieder mein neuzeitliches Stammhirn zu Wort und sagte mir "Ruhig Wasser" und "koche nicht zu schnell." Der Kochtopf kann schnell überlaufen.
Und vwerbrühen will ich mich nicht.
Lieber alles auf Sparflamme einstellen, wenn der Flirtgott will, werde ich sie eines Tages treffen. Und dann den Regler der Flamme hochstellen und sie abknutschen.

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8
Mai
2008

Perfektes Flirtwetter

Heute hatte ich mit 3 Mädels geflirtet, zwei flirteten mit mir an einer Busstelle und lächelten mich immer an. Eine andere winkte mir sogar. Sie hatte einen apfelförmigen Hinterteil und eine getönte Brille. Sie war Südländerin. Leider war ich bei der kurzen Begegnung auf der Straße zu schüchtern, um sie nach ihrer Nummer zu fragen. Der Frühling lässt das Balzverhalten wieder aufleben. Das war das erste mal in diesem Jahr, dass ich mit jemanden geflirtet habe. Ansonsten habe ich viel im Internet geflirtet, aber das ist kein richtiges flirten, nur eine Einbildung davon.
Seit langem habe ich wieder das Gefühl, dass ich eine Freundin bekommen könnte. Heute fühlte ich mich richtig attraktiv.

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Besuch bei meiner ehemaligen Schulfreundin Daniela

Heute schien die Sonne so wunderbar herunter, dass sich all die Probleme wie das Eis der Gletscher wegschmolz.
Ich habe eine ehemalige Klassenkameradin getroffen, mit der ich in der Sozialhelferklasse war. Ich traf sie gegen 15 Uhr. Sie freute sich mich zu sehen, wir hatten uns bestimmt über 4 Monate nicht gesehen. Sie erzählte mir, dass in der Klasse die Inga und auch der Marco aufgehört haben und vermutlich auch die Jessi die Segeln streichen wird. Auch sei die Klasse immer neidischer geworden und sie würde kaum noch mit jemanden reden. Sie meinte, dass sie mich vermissen würde, seitdem ich dort nicht mehr bin. Voarallem meine Kifferlache vermisst sie.
Wir aßen in ihrem kleinen Hintergarten Grillwürste. Die Sonne brannte. Ich setzte mich in den Schatten. Kitty ihre Katze schmuste mit mir. Sie wunderte sich und sagte mir, dass die normalerweise immer fauchen würde. Vielleicht hatte Kitty durch die Sonne mehr gute Laune.
Sie erzählte mir, dass sie im Moment ein Praktikum im Altenheim macht und sie am Anfang sich überwinden musste, die Intimregionen der Bewohner zu waschen. Aber nach der zweiten Woche wäre ihr das leichter gefallen. Jetzt hat sie noch drei Wochen vor sich und sie wäre jedesmal nach der Arbeit fertig.
Sie erzählte mir, dass sie einen neuen Freund hätte und der wäre Justizvollzugsbeamter und würde in einem Gefängnis arbeiten. Ich fragte sie, ob das Klischee stimmen würde, dass er breite Schultern hätte und eine Glatze tragen würde. Sie meinte das Erste würde stimmen, aber das mit der Glatze nicht. Sie lachte.
Er würde in Bielefeld wohnen und sie würden eine Wochenendbeziehung führen und sie würde sich freuen, wenn ich dieses Wochenende mich mit ihr treffen würden, dann könnte ich ihren neuen Freund kennenlernen.
Wir könnten dann draußen an einem See grillen.
Ich sagte ihr, dass ich das gerne tun würde.
Später kam ihr Mitbewohner Fred, der ein guter Rapper ist und schneller redet, als ein Gewehr schiessen kann.
Früher versuchten sie eine Beziehung zu führen, aber Fred hat kein Interesse an Sex. Ich meinte dann, dass er dann genauso asexuell wäre wie Hitler. Sie meinte, dass er doch viele schöne Verehrerinnen hatte.
Sie und Fred würden auch ein Bett teilen, aber es würde sich nichts bei ihnen unter der Bettkante rühren wie sie mir versicherte.
Sie wären eher wie Bruder und Schwester.
Gegen 17:30 h verabschiedete ich mich. Wir küssten uns zum Abschied auf die Backe, was ich normalerweise nur bei meiner Mutter mache.
Anschliessend fuhr ich zum Internetcafe nach Barmen, um meinen Freund Ismail zu treffen. Er arbeitet dort. Er wirkte müde. Und er will sich morgen ein kleines Appartment anschauen, da er mit seiner alten schimmeligen überteuerten Wohnung unzufrieden ist.
Ich zeigte ihm noch meinen Leserbrief, die auch meine ehemalige Klassenfreundin Daniela gut fand.
Dann ging ich nach Hause.

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7
Mai
2008

Der Zauber der Wirklichkeit

Wie ich erfahren habe, hat Lovehunter seine bezaubernde Lady in der Wirklichkeit aufgegabelt und nicht in der Internetwelt. Er besuchte einen Trommelkurs und schwubs hat er sich in eine etwa 35. Jährige Frau verknallt. Ich habe mich riesig für ihn gefreut, da sein ganzer Blog von der vergeblichen Suche nach der Traumfrau handelte. Auch hatte er den bezeichnenden Titel "A Man Alone" auf seiner Seite stehen gehabt.
Das Einzige was ich befürchte, dass seinem Blog der Stoff ausgehen wird, da es ihm wieder gut geht.

Ist der Herzschmerz nicht die beste Muse für einen Schreiber?

Falls der dumme Zufall will, kann sich meine Traumfrau auch meine HP anschauen und mir schreiben:
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Immer noch Single:

Mittlerweile habe ich bei http://abgefuckt.de Dutzende, vielleicht sogar Hunderte junger alternativen Punk Damen angeschrieben, aber außer ihre Handynummer zu ergatten, ist noch nichts passiert. So mit der Zeit stellt man sich die Frage wie man auf Singlebörsen im Internet eine junge Dame kennenlernen kann. Abgefuckt-liebt-dich.de war meine letzte Hoffnung. In den letzten Tagen fehlte mir sehr eine Mitbewohnerin für mein Herz. Ich erwache jeden Tag, ohne eine Frau neben mir liegen zu haben, die mit mir Kaffee trinken würde. Keine Frau da, der ich vorm schlafen gehen sanft auf die Stirn küssen dürfte. Keine Frau, mit der ich meine Sorgen, aber auch Freuden teilen könnte.
Der Frühling wartet darauf, dass ich eine Frau finde, der ich meine Brunftschreie entgegen rufe. ;-)

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Wo macht ihr Urlaub?

Ich würde gerne verreisen, aber warscheinlich habe ich dafür kein Geld. Die Toskana finde ich mit ihren pastellfarbenen Tönen wunderschön, sie strahlt soviel Ruhe und Kraft aus.
Aber vielleicht will mir jemand erzählen, wo er in diesem Jahr im Sommer Urlaub macht oder wie man billig Urlaub machen kann. Und ich rede nicht vom Ballermann-Urlaub. ;-)
Über Anregungen wäre ich erfreut.

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Leserbrief zu CDU - Politik

Zu meiner Freude ist mein Leserbrief heute erschienen. Leider läuft in meiner Stadt nicht alles so wie es sein sollte und so mache ich meinem Unmut Luft. Und da ich ja sogar einmal auf einen Leserbrief von mir einen Brief, vom Oberbürgermeister bekam, weiss ich, dass er all das mitliest.


CDU-Politik mit Ironie
Betr.: Baumschutzsatzung und Cronenberger Hauptschule

Ich durfte durch die Rundschau erfahren, dass Politik aus viel Ironie bestehen kann. Zum einen hatte ein CDU-Politiker sich in den 80er Jahren für eine Baumschutzsatzung eingesetzt, als Umweltpolitik noch stiefmütterlich behandelt wurde und Joschka Fischer der erste Grüne Umweltminister in Hessen wurde. Auch ich durfte feststellen, dass in meiner Umgebung kerngesunde Bäume gefällt worden sind. (Die Baumschutzsatzung wurde durch SPD und CDU abgeschafft)
Die andere Ironie ist, dass die CDU - eine Verfechterin des dreigliedrigen Schulsystems - eine funktionierende Hauptschule in Cronenberg abschaffen will. In dieser Hauptschule kümmern sich die Lehrer vorbildlich um den Wuppertaler Nachwuchs, und auch die Cronenberger Betriebe ermöglichen den meisten Abgängern einen Ausbildungsplatz. Wie jeder halbwegs gebildete Bundesbürger weiss, gehen die meisten Hauptschulabgänger ohne Ausildung ins Berufsleben, und sie erwartet häufig eine "Karriere" als Niedriglohn-Jobber oder Hartz4 Empfänger. Aber die CDU will diese Vorbild-Hauptschule abschaffen, obwohl sie so eine Schule wunderbar füren Wahlkampf nutzen könnte. Das Motto: "Die Hauptschule hat Zukunft! Melden sie sich in Cronenberg an!" Aber wenn die CDU selbst eine gute Hauptschule abschaffen will, dann kann das dreigliedrige Schulsytem doch nicht so toll sein. Die Konsequenz wäre die Gemeinschaftsschule.

Roman K.

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6
Mai
2008

Wie gehts euch?

Jetzt nach längerer Abwesenheit schreibe ich wieder ein paar Zeilen. Manchmal stelle ich mir die Frage, ob so ein Tagebuch Sinn macht, da man doch sehr viel von sich selbst freigibt, auch wenn nicht alles.
Toll fand ich, als mich vor ein paar Tagen eine junge Frau von 28 Jahren über google mit dem Begriff "Wege aus der Depression" gefunden hat. Jetzt schreibe ich ihr und versuche ihr ein paar Ratschläge zu geben.
Das Schwierigste ist immer das Umsetzen der klugen Ratschläge. Ratschläge haben oft den Charme von etwas besserwisserischem und werden daher so schwer befolgt.
Überhaupt ist es schwer an sich selbst zu arbeiten und seinen eigenen alten Lebenstrott zu verändern.
Ein anderer junger Rapper hat meine Homepage http://romek.de.tl bei google gefunden und wollte, dass ich für ihn Texte schreibe. Aber irgendwie habe ich dazu keine wirkliche Lust, auch habe ich nur Gedichte geschrieben und nie Rapverse.
Sehnslichst warte ich darauf, dass http://lovehunter1.twoday.net aus seinem Urlaub zurückkommt. Die glücklichsten Momente in dieser Blogwelt erlebte ich mit ihm, wenn wir uns gegenseitig mit frechen und lustigen Texten kommentierten. Komisch, dass man jemanden vermissen kann, den man praktisch nur aus dem Internet kennt. Und noch komischer ist, dass man mittlerweile eine ziemliche genaue Vorstellung hat wie der andere sein könnte.

Würde mich freuen, wenn andere mir schreiben würden wie es ihnen in der letzten Zeit ergangen ist.
Der Frühling ist endlich da!

deprifrei@web.de

30
Apr
2008

5. Anzeigenversuch

Ich (30,180) mag Frauen, die kreativ sind, eine große Klappe besitzen und von einer besseren Welt träumen.
Ob wir gemeinsam lachen können?

Kontakt: deprifrei@web.de

Wie ist die Kontaktanzeige?

4. Anzeigenversuch

WG-Bewohnerin gesucht!
Ich (30, 180, jünger wirkend) suche eine Mitbewohnerin für mein großes leeres Herz. Wenn du zw. 18 und 35 bist und wie ich gerne lachst und dir Treue was bedeutet, dann darfst du bei mir einziehen! Lust?

Wie findet ihr die Anzeige?

Kontakt: deprifrei@web.de

Baran zog mich aus meinen depressiven Loch raus

Ich bin zwei Tage hintereinander gejoggt. Komischerweise kam gestern gegen Nachmittag meine Depression zurück wie eine unerwartete Flut, wo ich wenige Momente vorher noch im Glück badete.
Ich hatte wieder diese selben Gefühle gehabt, die ich immer habe, wenn ich Depri bin.
Ich fühlte wieder die Sinnlosigkeit meines Lebens, selbst für Selbstmordgedanken war ich schon zu schwermütig und ich war wieder im Depri-Zug gefangen, der eine Reise in die Dunkelheit meines Ich's machte.
Abends rief mich Baran an. Er hat das Gemüt einer Feder und er ist nie schwermütig. Wir verabredeten uns in der Stadt. Er lachte wieder viel. Dann muss ich auch immer lachen. Wir blödeln immer gerne miteinander rum.
Eine hübsche Frau ging zum Briefmarkenautomaten und ich sagte scherzhaft zu ihm, den alten doofen Anmachspruch: Willst du meine Briefmarkensammlung sehen?
Er sagte mir dann, dass in der Türkei auch so einen ähnlichen doofen Spruch gebe.
Er sprang vor Freude als der Postbankautomat einen 5 Euro-Schein rausspuckte, weil der Deutsche Bank Automat nur Zehn Euro Scheine rausspuckt, dort ist er auch Kunde. Mir gefiel seine kindliche Freude, als hätte jemand ihn einen Lolli in den Mund gesteckt.
Er sagte mir, dass er dann morgen einen Döner in der Mittagspause kaufen könnte.
Dann liefen wir zu ihm nach Hause. Ich lernte seine WG-Bewohnerin kennen, die einen etwas verstrahlt positiv verpeilten Eindruck machte.
Sie wirkte wie eine Kifferin, aber sie drehte sich nur Ziggaretten.
Wir aßen Popcorns, ich erzählte meine Witzchen über aktive und passive Sterbehilfe durch das Rauchen. Wer aktiv raucht, macht aktive Sterbehilfe und wer passiv raucht, macht passive Sterbehilfe.
Im Prinzip lachten wir immer. So von der Art gefiel mir seine WG-Bewohnerin gut, sie studierte Sprachen.
Er erzählte mir noch, dass seine neue Arbeitstelle prima wäre und dort ein lockerer familiärer Umgangston wäre und die nur eine etwas veraltete Computertechnik benutzen.
Er ist Qualitätsingenieur.
Gegen 22:45 lief ich nach Hause.
Meine Glücksvorrat hatte ich wieder aufgefüllt und seitdem sind diese Depris wieder verschwunden wie die Flut die sich von der Meeresküste zurückzieht.
Jetzt scheint wieder die Sonne in meinem Herzen und ich komme mir gesund vor.
Die Frage ist nur wie lange dieser Glückstank gefüllt bleibt.
Ich hoffe, ich kann noch lange Super Plus fahren.
Am liebsten würde ich zum Kap der Hoffnung nach Südafrika fahren.

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28
Apr
2008

Ich will mein Leben verändern und wie ich es schaffe:

Mir fallen immer wieder die Worte von Ghandi ein, der einmal sagte: "Sei du die Veränderung in der Welt, die du sehen willst." Er drückte damit aus, dass man die Verantwortung für das Weltgeschehen oder für sein persönliches Umfeld nicht anderen in die Schuhe schieben sollte.
Wenn man unter Depris leidet, so wie ich, nimmt man die Welt verzerrt wahr, vielleicht hat auch manches in der Tendenz Ähnlichkeiten mit jemanden der unter einer Psychose leidet. Für mich waren oft andere Schuld. Ich fühlte mich wie Jesus am Kreuz, der von seiner Mitwelt nicht verstanden wird und daher sterben muss.

Gestern war wieder einer dieser schrecklichen depressiven Tage, wo die Sonne draußen schien und ich totunglücklich war.
In der letzten Zeit ist in mir die Stimme immer lauter geworden, dass ich glücklich werden will und ich meinen eingeschlagenen Weg verlassen muss.
Auch die Kommentare mancher Leser in meinem Blog haben mich nachdenklich gestimmt.
Wenn jemand wie http://goldfederchen.twoday.net aus ihren Depressionen befreien konnt, warum nicht ich?
Wenn jemand wie Andreas Niedrig seine Junkiekarriere beenden konnte, warum kann ich nicht meine Deprikarriere beenden? Ich will mir unbedingt seinen Film im Kino anschauen, der den treffenden Titel "Vom Junkie zum Ironman" trägt. Mit Sport und harter Disziplin hat er sich aus seinem Drogensumpf befreit und arbeitet heute auch als Motivator und hält Vorträge.

Persönlich hat er mich sehr beeindruckt, da er zeigt, dass man aus der Kacke rauskommen kann. Ich hing nie wie er an der Nadel oder nahm andere Drogen, aber meine Depressionen hatten mich kaputt gemacht. Er erzählte in einem Interview, dass er die Körperpflege vernachlässigte. In meinen extremen depressiven Zuständen, kam das leider bei mir auch vor, vielleicht nicht in dieser Extremität wie bei Andreas Niedrig.
Ich bin so stolz, dass ich gestern mitten in der Nacht joggen war und ich den Schmerz am Ende spürte und dann die Endorphine meinen Körper mit ihrer Glücksdroge vollpumpten. Sport wirkt bei mir wie bei Andreas Niedrig extrem gut. Ich habe mir vorgenommen, dass ich in einem Jahr einen Marathon schaffen will. Ich will weg von meinen 102 Kilo und ein fünftel meines Gewichtes verlieren und wieder so aussehen wie in meiner Jugend. Damals hatte ich kein Gramm Speck an den Hüften und meine Oma fragte meine Mutter, ob sie mir nicht mehr zum Essen geben könnte. Das Ende meines körperlichen Wachstums und meine familiären Probleme führten dazu, dass ich mollig wurde.
Ich will im Unterschied zu früher, gute Phasen besser nutzen und meine Verhaltensstörung verändern, die mich immer wieder ins Deprisein stiessen.
Ich werde wohl aufschreiben, was ich ändern will und bestimmte Zettelsprüche überall an meine Wänd kleben wie "Ich bin es mir wert, dass ich für mich aufräume."
Auch will ich mein Verhalten gegenüber meiner Mutter verändern und nicht mehr aggressiv werden, wenn sie an mir rumerzieht. Ich muss ruhiger meine Probleme angehen.
Ich denke oft, dass Unglücksein sowas wie eine schlechte Angewohnheit ist wie rauchen auch.
Ich bin in meinem Hamsterrad gefangen und komme nicht mehr aus meiner beschränkten Hamsterwelt raus und halte sie für die Wirklichkeit, obwohl sie nur ein kleines Puzzleteil einer größeren Realtität ist.
Als ich gestern aus meiner kleinen Wohnung raus ging, um draußen laufen zu gehen, habe ich meine alte beschränkte Hamsterwelt verlassen.
Heute habe ich sogar meine dreckige Küche aufgeräumt und morgen kommt der Rest dran.
Die letzte Zeit schlief ich schlecht ein, da es in meinem Kopf arbeitete. Ich will dieses alte Leben nicht mehr, ich will aus diesem Unglücklichsein raus.
Diese ganzen Medikamente, Psychologen und Psychiater haben nicht wirklich geholfen. Bisher hatte ich nur Idioten als Psychologen gehabt, die schlecht waren oder mir keine Zeit widmeten, weil Privatpatienten mehr Geld einbringen. Auch mancher Psychiater verhielt sich mir gegenüber komisch und drückte mit seinen Verhalten aus, dass er mich für einen Idioten hält, obwohl er in der Wirklichkeit der Idiot ist. Diese ganzen Seelenklempner haben oft keinen wirklichen Respekt vor ihren Patienten. Sie nehmen sie nicht ernst. Jetzt wird Zeit, dass ich mich ernst nehme und mich selbst therapiere und nicht auf ein Wunder warte wie es meine Mutter mir immer sagt.
Ich warte auf das Wunder der Liebe seit mehr als 10 Jahren und es tritt nicht ein.
Ich warte auf das Wunder, dass ich eine Ausbildung oder Praktikum schaffe und scheitere immer wieder, weil ich nichts verändert habe.
Auch ohne die wahre Liebe will ich glücklich sein, ich will mich von diesem Schmetterlingen nicht kidnappen lassen, die ich so sehnlich erwarte in meinem Bauch.
Ich will stark sein wie meine Mutter.
Und ich will mich respektieren, auch wenn sich nicht alle Träume und Wünsche erfüllen.

Wie sagte ein bedeutender Philosoph einmal:
Der Weg ist das Ziel.
Ich bin gespannt, was auf mich wartet, wenn ich über die Ziellinie gelaufen bin.

Kontakt: deprifrei@web.de

26
Apr
2008

Meine ungeduldige Mutter, das hübsche polnische Mädel und jetzt gerade geht die Sonne unter.

Heute nach schlief ich wieder schlecht ein. Ich guckte mir um 1 Uhr morgens Domian ein. Es riefen wieder Menschen an, die Probleme haben. Vor einer Woche wollte ich dort auch über meine Depressionen sprechen. Ich kam sogar zu einem Redakteur durch, dem ich mein Leben als Depressiver schilderte. Leider riefen die mich nicht zurück und so konnten andere ihre Probleme schildern.
Gegen 3:45 h stellte ich mich unter die warme Brause. Das Wasser entspannte mich und kaum danach schlief ich auf meinen Hochbett ein.
Ich hatte wieder idiotische Träume, aber sie sind mir nach dem Aufwachen gegen 11:29 h abgehauen.

Ich riss die Vorhänge auf.
Die Sonne schien herein, gespiegelt vom Fenster der anderen Straßenseite.
Ich rief meine Mutter an.
Gegen 14:30 h war ich bei meiner Mutter.
Ich trug zwei Magazine in der Hand, die sich mit friedenspolitschen Themen beschäftigten.
Meine Mutter meckerte, wozu ich diesen Müll tragen würde.
Ich wurde wütend, dann sagte ich ihr, dass ich die heute zugeschickt bekommen hatte, da ich mich mit dem Redakteur der Zeitschrift unterhalten hatte.
Ich bot ihm an, dass ich zwei Artikel schreiben will über die muslimischen Uiguren in China, die von der kommunistischen Führung unterdrückt werden.
Der zweite Artikel sollte sich mit den Falun Gong Anhängern beschäftigen, einer Meditationsbewegung, die wegen ihrem Glauben im Reich der Mitte verfolgt werden.
Meiner Mutter wollte ich meine Begeisterung mitteilen, dass jemand Interesse an diesen Themen hat.
Aber sie nimmt es nicht wichtig.
Sie sagte mir, dass sie jetzt verstehen würde, warum ich die zwei Magazine in der Hand haben würde.
Sie ist oft ungeduldig. Sie hat eine sehr harte Stimme, obwohl sie vom Herzen her so weich wie Butter ist.
Gestern wurde meiner Mutter der Zahn gezogen, sie erklärte mir, dass sie das noch nervöser und ungeduldiger macht.
Sie denkt immer sehr logisch, sie wundert sich, wenn andere Menschen nicht so logisch handeln wie ich z. B.
Gegen Nachmittag kam eine polnische Arbeitskollegin in das Haus meiner Mutter. Sie schaute sich die leere Wohnung auf der ersten Etage an. Sie will im Juni einziehen. Ihre junge Tochter war dabei. Ich habe mich sofort in ihr Lächeln verguckt. Sie sieht aus wie Schneewitchen. Rote volle Lippen, dunkle Augen, blasse Haut und dunkles gelocktes Haar.
Sie war so schön, sie sah aus wie ein Engel.
Vielleicht 17 oder 18 ist sie.
Meine Schmetterlinge flogen für einige Sekunden, dann ging ich nach oben, um bei meienr Mutter die Räume zu saugen.
Sie meckerte später, warum ich den einen Stecker rausgezogen habe. Ich hatte dort den Stecker des Staubsaugers reingemacht. Ihr Haustelefon hatte kein Strom. Dadurch wären alle Nummern weg, die sie dort einprogrammiert hatte.
Sie war wütend über meine Gedankenlosigkeit.
Sie verlangt von anderen Menschen, dass sie immer mitdenken und auch so gut handeln wie sie.
Aber die wenigsten Menschen können diesen hohen Erwartungen erfüllen, die sie erfüllt.
Sie hat einen Drang zum Perfektionismus.
Meine Latschigheit und Langsamkeit macht sie aggressiv.
Sie will, dass ich mich fordere, mich nicht hinter der Krankheit verstecke.
Auch machte sie meine von ihr genannte Philosophiererei wütend. Ich hatte ihr erzählt, dass ich mich mit Baran einen Freund von mir über meine derzeitige berufliche Situation unterhalten hatte. Er erzählte mir von seiner Arbeitskollegin, die in einem Hotel arbeitet, wo auch psychisch Erkrankte arbeiten.
Sie meinte, dass ich doch schon mal in Werkstätten für psychisch Behinderte gearbeitet hätte und mich diese Leute runtergezogen hätten. (Aus diesem Grunde habe ich dann dort nicht lange gearbeitet.)
Ich meinte zu ihr, dass ich nicht weiss welche Alternativen ich im Leben habe und ich nicht immer Zuhause hocken will.
Ausserdem sagte ich zu ihr, dass ich hoffe, dass die Leute dort etwas weniger krank sind, als in der Behindertenwerkstatt, wo viele so stumpfsinnige Dinge taten wie Schrauben zusammenbauen.
Sie sagte dann mit etwas ungehaltener Stimme:
Dann probiere das aus!
Manchmal weiss ich nicht, ob ich mein Leben in Richtung der gesunden Welt orientieren soll oder doch mich nicht eher dieser kranken Welt anschliessen sollte und das normale Leben aufgeben sollte, weil ich nicht kann.
Auch fehlt mir die berufliche Erfahrungen, knapp 10 Jahre meines Lebens habe ich schon damit verschwendet, dass ich gesund werden wollte und immer wieder Rückfälle erlebte, von denen ich mich nie wirklich erholte.
Die Arbeitswelt teilt die Menschen nach nützlich und aussortieren ein.
Die Behinderteneinrichtungen bieten Oasen der Ruhe, vor der kapitalistischen Welt. Aber auch diese Welt hat ihren Preis. Man ist in gewisser Weise von der Welt da draußen aussortiert und lebt in einer Art Nebenwelt, einer Kuschelwelt.


Spätabends aß ich noch ihre Suppe, die wieder wunderbar schmeckte.
Wir unterhielten uns über die Milchpreise.
Ich sagte ihr, dass die Bauern in meiner Stadt gegen die niedrigen Milchpreise protestieren.
Zur Zeit verkaufen sie die Milch für 34 Cent den Liter, aber sie brauchen mindestens 40 Cent, um die Kosten zu decken.
Die Discounter wie Aldi. Lidl und Co haben die Milchpreise um 12 Cent gedrückt.
Als ich vor ein paar Tagen 55 Cent für die Milch bezahlte, statt 12 Cent mehr, freute ich mich.
Andererseits bekam ich als Verbraucher ein schlechtes Gewissen.
Deutsche Milch sollte keine Ramschware sein, sie muss hohe Kriterien in der Qualität erfüllen.
Und die meisten deutschen Bauern sind noch Familienunternehmen, im Unterschied zu Frankreich, wo die Milch schon für 25 Cent an die Discounter geht.
Ich meinte zu ihr, dass die andere Milch, diese Biomilch zu teuer wäre.
Sie meinte, wenn ich nicht immer soviel Geld fürs telefonieren und fürs Internetcafe ausgeben würde, dann hätte ich das Geld.
Da musste ich ihr recht geben.
Die junge Frau ist immer noch in meinen Kopf wie gerne würde ich sie zu einem Milchkaffee einladen.
Der Tag heute ist gelaufen.
Ich will wieder joggen.
Ich habe Sehnsucht danach mich zu spüren und mehr Sauerstoff in mein Gehirn zu pumpen.
Im neuen Spiegel steht, dass Laufen nicht nur gut gegen Depressionen ist, sondern auch die Intelligenz fördert, da mehr Sauerstoff ins Gehirn kommt.
Wenn ich mehr laufen würde, hätte ich zumindest die Chance, dass ich ein intelligenteres und glücklicheres Leben führe.
Im Moment steht mein Leben still, auch wenn die Sonne heute schien.

Kontakte mich: deprifrei@web.de

25
Apr
2008

Gedanken über den Wechsel zu einem neuen Psychologen

Mein Psycho-Onkel macht im Mai drei Wochen Urlaub und erst am 10 Juni habe ich wieder meine 25 Minuten Gespräche.
Im Prinzip müsste ich ihm die Pistole auf die Brust setzen und verlangen, dass er 50 Minuten Therapie macht.
Aber irgendwie schaffe ich es nicht, mein Selbstbewusstsein und mein Selbswertgefühl ist am Null-Gefrierpunkt angelangt und ich denke lieber eine schlechte Therapie als keine.
Und wieder habe ich mich an diese berühmte Kacke gewöhnt und werde nicht der Schmied meines Glückes.
Ich muss diesen Weg verlassen, bevor mein Leben wie die Lebensmittel im Supermarkt abgelaufen sind.
Je länger man wartet, desto ungeniessbarer wird alles.

Sagte ich mir nicht einmal im Tagebuch 10 "Ich will..." Sätze?
Es wird Zeit einen anderen Therapeuten zu nehmen.
Vielleicht schrecke ich auch davor zurück, mich bei einem guten Therapeuten mit meinen Problemen auseinderzusetzen.
Ich bräuchte einen provokanten Therapeuten, der mich aus meinem Schneckenhaus rauslockt.
Ich bräuchte einen, der mich zum weinen und zum lachen bringt.
Jemand der mich ernst nimmt und nicht betutelt.
Noch verstecke ich mich.
Jetzt scheint auch die Sonne nicht mehr am Firmament.
Als ob sie meine Sätze hier gelesen hätte.


deprifrei@web.de

72 Jungfrauen.

Manchmal wäre es gar keine schlechte Idee vom römisch katholisch christlichen Glauben, zum Islam zu konvertieren.
Wenn man der Ideologie der Hamas oder der Al Kaida glauben darf, wartet beim Märtyrertod 72 Jungfrauen auf den jungen Muslim im Himmel. Ausserdem kann er dort den Propheten Mohamed und alle seine Weggefährten treffen.
Da ich ja Single bin, wären dies sehr verlockende Aussichten.
Ich frage mich nur, was passiert, wenn man die 72 Jungfrauen verbraucht hat.
Kommen dann noch mal 72 Jungfrauen?
Und das alles bis zur Allahs Ewigkeiten?
Gibst dafür im Himmel auch ein Sex-Aussteigerprogramm wie für militante Nazis?
Kann ich mich dann an Satan wenden, dass er mir dann hilft?
Jungfrauen entjungfern kann auf Dauer auch eine monotone Arbeit werden.

Vielleicht aus diesem Grunde wollen immer mehr Deutsche wie der festgenommene Fritz Terroristen werden.
Sie sind sexuell frustriert wie ich und brauchen eine Frau, nicht nur eine, sondern massenhaft viele.
Daher schreien sie "Allah ist groß" und sprengen sich in Deutschland oder im Irak oder in Afghanisten in die Luft.
Das Paradies wartet ja auf sie.

Kontakt: deprfrei@web.de

Soll ein junger Kerl wie ich eine reife Dame nehmen?

Mittlerweile denke ich darüber nach, ob ich nicht eine ältere Frau nehmen sollte.
Vielleicht hatte ich jahrelang nur das falsche Beuteschema gehabt nach jungen zellulitefreien Ärschen.
Da ich langsam auch Orangenhaut enwickle, sollte ich mir die älteren Damen anschauen.
Letzens chattete ich mit einer 44 Jährigen, die mich unbedingt will.
Als junger Mann ist man begehrt.
Auch Hollywood-Stars wie Madonna oder auch Demi Moore haben Geschmack an jungen Kerlen gefunden.
Madonna sagte mal über jüngere Liebhaber: Sie können es zwar nicht so gut, aber sie können es immer.
Das sagt ja schon alles aus.
Sie ist mit Guy Richie verheiratet, einem erfolglosen Regisseur. Immerhin ist er 10 Jahre jünger, als sie.
Und sie verdient als Sängerin so viel Kohle wie nie.
Klingt doch nicht schlecht.

Ob ich mich beim Frauengeschmack dank Erfolglosigkeit noch umprogrammieren lasse?

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Führe ich ein Blog-Ersatzleben?

Manchmal stelle ich mir die Frage, ob ich hier auch so eine Art Ersatzleben im Blog führe.
Mein Leben ist meist ein Berg voller Gähnhaufen, die vor Langeweile gähnen.
Mein Leben entwickelt sich kaum, meist drehe ich mich im Kreis und berichte neues von meiner Deprifront, was meist nicht neu ist.
Im Prinzip ist mein Dasein wie der Aufguss eines Teebeutels, den man hunderte mal benutzt hatte und wo der Geschmack mit der Zeit verloren geht.
Immer wieder höre ich gute Parolen, was ein Depressiver wie ich tun könnte, um nicht mehr depressiv zu sein.
Aber wie immer setze ich nichts von diesen Allerweltsklugheiten um, die auch Domian in seiner Radiotalkshow gegen 1 Uhr morgens unters Volk bringt.
Manchen werden seine Weisheiten weiter bringen, aber die meisten werden davon nichts umsetzen.
Die meisten Frauen werden sich weiter von ihren Ehemännern schlagen lassen, um ihr Opfer-Karma weiter zu erfüllen.
Sie leiden, aber sie können auch wiederum nicht ohne Leid leben.
Das Leid erfüllt die Funktion, dass man eine Aufgabe im Leben hat.
Und ohne Aufgabe hat das Leben keinen Sinn, also leiden sie weiter.
Vielleicht lebt ein Depressiver wie ich, auch so ähnlich wie dieser Karma-Opfer-Frauen.
Meine Depression ist der Mittelpunkt meines Daseins.
Ohne Depression müsste ich mich in einem neuen Leben einfinden.
Und das macht Angst.
Es ist wie dieser Kackhaufen den man schon kennt.
Man sitzt in der Kacke und hat sich an den Geruch gewöhnt und man hat Angst aus der Kacke zu treten, um nicht wieder in die neue Kacke zu treten, wo man sich an die neuen Kackgerüche wieder gewöhnen müsste.
Das ist die vertrackte Situation eines Schwermütigen wie mir.
Er kommt aus seiner Haut nicht raus, auch wenn er versucht, sich frei zu schwimmen.
Die Kacke holt einen immer ein.
Die Vergangenheit erschlägt mich.
Die Gegenwart existiert nicht.
Nur die Zukunft.
Die Zukunft ist das Paradies.
In diesen Gedanken lulle ich mich ein und bedauere mein Leben, meine Existenz und atme nur noch vor mich hin, in meinem Lebensmüll.
Mein Bloggerleben gibt mir das Gefühl, dass es noch andere Leidensgenossen wie mir gibt, die auch vor sich hinleiden, meistens unöffentlich.
Ich bekomme durch den Blog das Gefühl, dass mein Kackhaufen kein besonderes Haufen ist, sondern auch andere in der Kacke sitzen wie z. B. Eva.
Dadurch wird das eigene Leid wieder relativ.
Das erleichtert.
Auch wenn es nicht das Leben revolutioniert.
Die Revolution war gestern, 1968.
Heute muss ich mich selbst revolutionieren und diese Revolution des eigenen Ich's ist die Schwierigste.
Oder?

Kontakt: deprifrei@web.de

Wie sieht Hirnwichse aus?

http://lovehunter1.twoday.net hat so ein lustiges Wort wie Hirnwichse erfunden.
Ich will nicht wissen wie Hirnwichse aussieht.
Ich wusste nicht, dass Hirnwichse im Vokabular von Akademikern wie ihn vorkommen.
Eher bei Hartz4-Empfängern wie mir.

Kontakt: deprifrei@web.de

Die Lesung und die Macht der Stimme

Die Lesung vom letzten Linksstudenten:

Heute gehts mir gut.
Die Sonne scheint irgendwie, trotz ein paar Wolken am Firmament.
Ich habe mir gestern die Lesung angeguckt. Sie fand in einem linksalternativen Raum namens http://metzgereischnitzel.de statt.
Der Roman über den letzten Linksstudenten hatte ein paar interessante Ideen gehabt, aber irgendwie wurde ich bei dieser Lesung nicht warm.
Vielleicht lag es auch am Vortragstil oder an der Stimme. Der Autor hatte keine packende Erzählstimme und so liess ich mich von meinen Gedanken leicht ablenken.
Mir ist auch leider nicht mehr viel vom Text hängen geblieben.
Angeblich soll ich eine gute Vorlesestimme haben.

Die Macht der Stimme:

Es gibt z. B. Sänger wie Xavier Naidoo die aus schlechten Texten gute Lieder machen und ich denke genauso ist das mit Autoren auch.
Die Stimme kann sehr viel in einem Menschen erwecken. Sie kann sehr erotisch sein und sexuelle Gefühle erwecken. Sie kann hart sein wie der Betonboden eines Swimmingpools. Wenn man depressiv ist wie ich, hat sie oft eine monotone Wirkung.
An der Stimme kann man die Stimmung ablesen, ich denke sogar die Persönlichkeit herausfinden und ich behaupte sogar, dass man an einer Stimme ablesen kann, ob jemand eher dick oder dünn ist. Ich habe auf der Telefonline festgestellt, dass wenn die Stimme bei einer Frau sehr lebendig und breit ist, dass sie meist eher mollig ist.
Aus diesem Grunde fasziniert mich die menschliche Stimme.
Irgendwo habe ich gelesen, dass Forscher bei einer Nomadenstamm in Afrika waren und herausfanden, dass Männer mit tiefer Stimme mehr Frauen und Kinder haben, als welche mit hoher Stimme.
Barack Obama, der schwarze Präsidentschaftskandidat in den USA hat eine markante tiefe Stimme mit einer poetisch rythmischen Sprache.
Hillarys Stimme ist nicht so ausgeprägt und sie berührt die Menschen nicht so tief.
Die Menschen hängen wie Junkies an der Stimme eines Menschen, was man auch im negativen Sinne bei Hitler sehen konnte.
Die Stimme kann eine Macht entfalten, wenn sie gut geübt und leidenschaftlich ist.
Sie kann aber auch wie bei Martin Luther King und seiner berühmten Rede "I have an dream" eine Dynamik des Guten entfesseln.
Durch ihn wurde die Rassentrennung in den USA zum Fall gebracht.
Sein Tod konnte seine Stimme nicht beerdigen, denn sie hatte sich schon längst in die Herzen der Amerikaner gesetzt.
Ich bewundere Menschen die gute Redner sind, manchmal habe ich das Gefühl, dass ich auch ein guter Redner sein könnte, aber ich habe es noch nicht so ausprobiert.
Ich habe mal live Gysi in Wuppertal gesehen und er konnte das Publikum mit Humor und Stimmgewalt über 2 Stunden fesseln.
Er packt Politik in verständliche Happen, so dass niemand übrfordert ist wie bei anderen Politikern.
Die Stimme ist so einmailig wie der Fingerabdruck eines Menschen und daher sehr individuell.
Das fasziniert.

Kontakt: deprifrei@web.de

23
Apr
2008

Etwas über Abgefuckt, wahre Freunde, Freundschaft im Internet und mein reales Treffen mit Baran.

Neues aus Abgefuckt liebt dich:

Gestern hatte ich mich mit zwei Damen aus http://abgefuckt-liebt-dich.de am Handy unterhalten. Die eine war 25 Jahre alt mit Punkfrisur und machte eine Umschulung zur Bürokauffrau, weil sie durch gesundheitliche Probleme nicht mehr so belastungsfähig ist. Sie erzählte mir, dass sie Krebs hatte und mit radioaktiven Tabletten, diese Krankheit erfolgreich bekämpft hatte. Sie hatte einen lockeren geerdeten direkten Sprachstil drauf. Das mag ich. Sie fährt am Wochenende immer nach Holland, um dort im Coffeshop was zu kaufen.
Sie ist Haschischkonsumenten, ich nehm sowas nicht.
Ich könnte mir echt vorstellen, die kennenzulernen.
Eine andere würde sich gerne mit mir am Wochenende treffen, die ist 18.
Vielleicht habe ich ja doch 'ne Chance meiner Singlekarriere ein natürliches Ende zu bereiten, aber vielleicht erweitere ich auch meinen Freundeskreis, was ja auch nicht schlecht wäre.

Gedanken über Freundschaft im Internet:

Man kann nie genug Freunde haben in diesem Leben, wahre Freunde sind wirklich rar gesäht in dieser Welt.
Wieviele behaupten, dass sie dutzende Freunde hätten, aber wenn sie Probleme hätten, wären sie längst weg.
Lustig finde ich immer wenn ich bei http://studivz.de die riesigen Freundeslisten der anderen Profilteilnehmer sehe. Auch ich bin dort als Hochschulmitarbeiter regrestriert. Meine Freunde die ich dort habe, habe ich meist nie gesehen, außer die beiden türkischen Freunde die ich schon kenne. Sie sind Studenten.
Das Wort Freundschaft erhält durch das Internet einen inflationären Gebrauch.
Immer mehr soziale Netzwerke wie http://facebook.de spriessen wie Pilze aus dem Boden, aber im Prinzip sind solche Welten nur Hirngespinste, um die gähnende Leere der Menschen zu füllen.
Irgendwann werden die Menschen dies eines Tages erkennen und wieder die tradionellen Wege wählen, um Menschen kennenzulernen, ich denke nur an Vereine, Parteien, Tanzkursen oder auch der Briefmarkenverein.
Ich denke dieser Internethype wird irgendwann einen nüchternen Pragmatismus weichen und die Menschen werden es als Medium bewusster wahrnehmen und sich nicht auf hunderten Internetseiten regrestrieren lassen.

Mein reales Treffen mit Baran:

Abends traf ich mich noch mit meinen realen Freund Baran. Er schlug mir vor, dass ich mit ihm eine Lesung am Donnerstag in Düsseldorf besuche. Er fand den Buchtitel "Der Letzte Linksstudent" sehr amüsant. Klingt interessant. Die meisten Studenten wollen nicht mehr wie einst die Hippies die Welt verbessern, sondern Karriere und Geld machen.
Die Zeiten haben sich geändert.
Der Kapitalismus ist die neue Religion dieser Zeit.
Einst verdammte Mao die Religion als Opium fürs Volk, das wirkliche Opium fürs Volk ist meiner Ansicht nach das Kapital.
Oder?
Die Chinesen sind heute die raffgierigsten Kapitalisten, die man sich vorstellen kann.
Menschen die zum Tode verurteilt werden, entnimmt man die Eingeweide, um die Nieren zu Geld zu machen.
Es gebe noch soviele Beispiele zu nennen!


Kontakt: deprifrei@web.de

22
Apr
2008

Heute im Warteraum der Psychotherapiepraxis

Heute musste ich lachen. In der Psychotherapiepraxis war eine sehr mitteilsame ältere Frau. Sie redete wie ein Wasserfall, fast wie ein Monolog.
Sie redete, dass sie sich oft aufregt und ärgert. Dann würde ihr Herz blub blub machen und stolpern und eine Pause machen und dann fällt sie um. Die Art wie sie es erzählte, brachte die Patienten zum lachen. Sie hatte ein Schimmer vom Verrücktsein in ihren Augen. Auch etwas seltsam angezogen war sie.
Sie war 60 bestimmt, aber ihre Kleidung passte eher zu meiner Altersfraktion.
Anschliessend hatte ich wieder meine 20 Minuten Gespräche bei meinem Psychologen. Er sah müde aus, nicht bei der Sache. Zuviele Kassenpatienten machen wohl sein Leben zu schaffen, alle wollen seine Hilfe.
Am besten wäre, ich wäre Privatpatient, dann würde seine Aufmerksamkeit gewiss gesteigert.
Kassenpatienten sind die letzten Arschlöcher in diesem Gesundheitssystem, leider.
Er gab mir wieder ein paar Parolen auf dem Weg, was mir gut tun würde usw
Meine großen Probleme wie mein Vater oder andere Probleme kann man in so einer kurzen Zeit kaum ansprechen.
Scheisse.

Etwas über die Singleseite Abgefuckt liebt dich

Auf keiner Internetseite kann man so gut Handynummern von Ladies einsammeln wie auf der Punkseite http://abgefuckt-liebt-dich.de. Jetzt bin ich gespannt, ob aus den Nummern auch eine Nummer wird. Lach, scherz, ich suche ja was ernstes.
Mein Hohlkörperherz sehnt sich nach einer Bewohnerin, damit es nicht mehr so hohl ist. Ich brauche Inhalt! Ich will eine Herzens-WG aufmachen.

deprifrei@web.de

Das Pudding-Abitur

Ich muss immer noch schmunzeln über eine alte Hauswirtschaftslehrerin, die mir auf der Zugfahrt nach Düsseldorf vom Pudding Abitur erzählte.
Früher sagte sie, gab es Mädchen-Gymnasien, wo man als Leistungskurs auch hauswirtschaftliche Fächer nehmen konnte und das nannte sich Pudding-Abitur.
Sie lachte, ich lachte auch.
Sie war Großmutter und besuchte ihre Kinder, in den verschiedenen Ländern und schien ein zufriedenes glückliches Leben zu führen.
Bevor wir in den Hauptbahnhof einfuhren, holte ich ihren Koffer vom Gepäckträger des Waggons herunter.
Sie bedankte sich und unsere Wege trennten sich.
Ich ging zu dieser buddhistischen Versammlung.

Kontakt: deprifrei@web.de

Mehr Infos zum Pudding-Abitur:

http://hans-dieter-arntz.de/frauenbildung.html
http://zeit.de/1954/09/Das-Pudding-Abitur?page=1
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Lebe glücklich. Alles über das Leben eines jungen Erwachsenen mit der Depression. Kontakt: deprifrei@web.de. depressionen.de.tl

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