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20
Nov
2009

Hans im Glück

Gestern hatte ich wieder die Tendenz zur Depression gespürt. Abends joggte ich, um meinen Serotoninspiegel anzuheben. Zum Glück hatte das Joggen einen guten Effekt auf mich ausgeübt. Leider war ich wieder viel alleine, bis auf meinen Betreuer kam keiner vorbei.
Wir räumten wieder meine Bude auf, um sie klar Schiff zu machen, wenn ich ab der nächsten Woche in der Maßnahme bin, die über meine berufliche Zukunft entscheidet.
Er meinte, dass ich mir ein paar neue Pflanzen anschaffen sollte, um es mir schön zu machen.
Dann zeigte er mir das Foto seiner Tochter, die glücklich verloren schaute.
Wenn sie wüsste wie schwierig das Leben noch wird, würde ihr das Grinsen vergeben.
Aber zum Glück sind Babys und Kinder da noch naiver.
Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf und dann rufe ich im Chathaus Berlin an, um meine Zeit zu vertreiben. Dort kann man zum normalen Telefontarif mit anderen Leuten telefonieren.
Komischerweise führt man die meisten guten Gespräche mit Männern, obwohl man eigentlich eine Dame kennenlernen wollte.
Gestern lernte einen jungen Mann aus meiner Stadt kennen, den man wohl als Hans im Glück bezeichnen könnte.
Er erzählte mir wie er am Automaten immer mehr Geld gewinnt, als er verliert. Und das er im Lotto mal fünf richtige plus Zusatzzahl hatte.
Er klang wie einer dieser californischen Sunnyboys, die immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, aber er klang nicht abgehoben, sondern selbstbewusst locker.
Irgendwann erzählte er mir, dass er nicht wüsste, ob die Frauen ihn wegen seines Geldes toll finden oder wegen ihm.
Die Schattenseiten des mehr Geld habens offenbarten sich.
Über mein Hartz4 Leben redete er nicht herablassend, sondern meinte, dass es ihm leid tun würde, wenn ich von so wenig Geld leben müsste.
Und er meinte, dass er mir zeigen könnte wie man Geld am Automaten gewinnt.
Ich dachte, die ganze Zeit, dass nicht jeder "Hans im Glück" sein kann.
Er meinte immer, dass er nie gehänselt wurde, sondern alle immer seine Freunde sein wollten.
Irgendwann wurde das Gespräch auf dieser Telefonline plötzlich unterbrochen und ich war wieder einsam und schlief anschliessend ein.
Heute war ich beim Zahnarzt und am Montag werden mir die Weisheitszähne gezogen.
Dummerweise habe ich aus Schiss mir die Zähne nicht heute ziehen lassen.

Und heute abend werde ich zu Dannys Geburtstagsfete gehen, da sie 30 wird.
Ich hatte ihr schon angedroht, dass ich ihr eine Antifaltencreme schenken werden, da lachte sie. Ein Freund meinte, dass ich ihr Anticellulitencreme schenken sollte, was noch gemeiner ist.
Warscheinlich werde ich von all dem nix schenken, weil meine Finanzreserven im Keller sind.
Soviel Geld wie "Hans im Glück" hätte ich auch manchmal gerne. Die Möglichkeiten anderen eine Freude zu bereiten, sind bei knappen Geldpegeln sehr begrenzt.
Hans im Glück schenkt seiner Freundin schon mal was für 1000 Euro, aber er weiss auch nie, ob sie sein Geld liebt.
Irgendwie meinte er, dass er langsam ihrer überdrüssig sei, obwohl sie gut im Bett sei.
Also mich liebt ja im Moment keine Frau, na was solls, vielleicht wäre manchmal die Illusion geliebt zu werden wie bei Hans im Glück, auch ne feine Sache.
Oder?

Kontakt: depris (at) web.de

19
Nov
2009

Lala ist net schlecht

Als ich vor Tagen mich lala fühlte, dachte ich, dass das gar nicht so schlecht ist, weil im Vergleich zu meinen Depressionen ist ein Lala-Gefühl richtig super.
Nach diesem Gedanken kehrten die guten Gefühle wieder zurück. So trainiere ich mich in positiven Gedanken.

Kontakt: depris (at) web.de

Zahnarzt

Heute habe ich mich zum Zahnarzt getraut. Als Belohnung wartete schon die hübsche blonde Arzthelferin auf mich. Eine dunkelhaarige Zahnarzthelferin mit leichten Damenbart entfernte mir den Zahnbelag. Der Zahnarzt guckte in mein Mund und überschrieb mir eine Überweisung für den Zahnarztchirurgen, da ein Weisheitszahn entfernt werden muss.
Ich habe Angst und ich weiss auch warum.

Kontakt: depris (at) web.de

17
Nov
2009

Schlechtes Gewissen

Leider habe ich mir heute die leckere Jamaika Rum Trüffel von Ritter Sport gegönnt und dazu noch ein Calippo-Eis.
Meine Gesundheitsbilanz habe ich mit Buttermilch ausgeglichen.
Ich darf die nächsten Tage die Waage nicht anschauen.

Kontakt: depris (at) web.de

Neue Emailadresse

Die Spamindustrie hat mich gezwungen eine neue Emailadresse bekanntzugeben. In 24 Stunden wurde meine Adresse mit Hunderten Spams versorgt und so gehört die alte Emailadresse deprifrei@web.de der Vergangenheit an.
So habe ich bei dieser Gelegenheit die Schlagzeilen rechts meines Blogs ein wenig verändert, um noch deutlicher zu machen, um was es geht.

Die neue lautet: depris (at) web.de

16
Nov
2009

Hoffnungsschimmer

Im Moment fühle ich mich so lala wie es auch jeder nicht depressiver Mensch kennt.
Diese Lala-Gefühle kann ich sogar als etwas positives bewerten, da sie mir zeigen, dass ich nicht weiter runterrutsche, als es auch die Normalos tun.
Am Wochenende hatte ich so ein heftigen Streit über Nichtigkeiten mit meinen besten Freund, ich werde wohl das ganze in mein Offline-Tagebuch schreiben.
Ist mir zu privat.
Mit meiner Mutter und ihrer Freundin haben wir heute über Mobbing auf der Arbeit gesprochen und dass immer mehr Menschen von diesem sozialen Gift betroffen sind.
Bei der Freundin hat sich eine Mitarbeiterin krankgeschrieben, weil sie mit Aufgaben gegängelt wurden ist, die eine Anfängerin in dem Job überfordern würde.
Was ich toll finde, dass sie sich für diese eingesetzt hat und ihr sogar eine Genesungskarte geschickt hat.
Der Druck auf die Arbeitswelt hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen, genauso verbreitet sich als Symptom des Leistungsdrucks das Mobbing.

Zu meiner Überraschung rief mich heute Linda an, die durch meine http://singlemann.de.tl Homepage auf mich aufmerksam wurde. Sie wird zur Zeit auch gemobbt, sie ist im Anerkennungsjahr zur Erzieherin und sagte mir, dass sie die Sache durchziehen will. Sie geht mit den Kindern freundschaftlicher um und wird von den Kindern angenommen, die Erzieherinnen der alten Garde bestrafen und schreien herum.
Früher wurden manche Frauen Erzieherin, weil ihnen nichts besseres einfiel. Das erinnert mich an meinen begeisterungslosen Mathematiklehrer in der weiterführenden Schule, der nur noch Sprüche drauf hatte wie "Der Taschenrechner ist die Prothese des Gehirns."
Ich denke immer, wenn solche Pädagogen auf die Kinder losgelassen werden, dann kann die Welt nur noch unter gehen.
Wenn Mitarbeiter ohne Engagment im Büro arbeiten, macht das weniger gesellschaftlichen Schaden, als in den sozialen Berufen. Meine Mutter arbeitet in der Pflege und wenn sie an die heutigen Altenpfleger denkt, tun sie ihr Leid. Das Weihnachtsgeld und das 13. Gehalt werden gestrichen. Die Altenpflege lockt immer mehr ungebildete Pflegekräfte an, die sich durch die komplitzierten Aufgaben überfordert fühlen und im Extremfall zu Schwester Rabiatas mutieren. Als ich ihr von meinen Mobbingproblemen erzählte, hörte sie sehr gut zu und meinte, dass Mobbing nie gerechtfertigt sei. Mein Lehrer-Onkel bezeichnete Mobbing, als eine Zersetzung des Menschen. Bei diesem Mobbing fühlte ich mich in meiner Würde zersetzt. Sie meinte, dass vielen Mobbern das Mobbing nicht bewusst sei.
Früher mit 16 sei sie schüchtern gewesen und liess sich alles gefallen. Heute spricht sie Vorgesetzte an und macht sie auf die Probleme aufmerksam und selbst wenn das mobben nicht aufhört, hätte sie durch ihren Kampf dagegen ein besseres Selbstwertgefühl.
Trotz all ihrer Probleme hat sie eine sehr feste, klare und sympathische Stimme. Wir können uns über Gott und die Welt unterhalten und haben thematisch kaum Grenzen.
Wir wollen uns im nächsten Jahr irgendwo bei Hamm treffen, da dies ungefähr die Mitte von uns beiden ist. Vom Denken her sind wir uns sehr ähnlich und ich glaube, dass das ein gutes Treffen wird.
Ob sie meine Liebe ist, wird sicher die Zeit zeigen.
Was ich auch sehr schön fand, dass sie sich entschuldigt hat, dass sie sich so spät gemeldet hätte, da sie so viel Stress hatte.
Schon verrückt, dass eine gebildete Frau im Meer des Internets, meine kleine Homepage-Insel findet und mich anschreibt.

Kontakt: depris (at) web.de

14
Nov
2009

Parallelen zwischen mir und Sigmar Gabriel

Letztens gab meine Mutter mir den Stern-Magazin. Sie fragte mich, ob ich den Artikel vom neuen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gelesen hatte. Ich bejahte das.
Siehst du, was man mit Fleiss alles schaffen kann.
In diesen Satz schwang auch ein Vorwurf mit, das ich gewiss nicht fleissig und sicher faul wäre.
Später sagte ich ihr zu ihren Satz, dass sie doch wisse, dass ich unter Depressionen leide und das da mit Fleiss nicht viel ist.
Eigentlich bin ich ein sehr ehrgeiziger Mensch, der immer das Abi machen wollte, um studieren zu können, was leider nie was draus wurde.
Einige Details seiner Biografie haben auch Ähnlichkeiten mit meinem Leben z. B., dass er ein Scheidungskind ist und das Lehrer ihn auf die Sonderschule loswerden wollten.
Er hatte wie ich auch ein rebellische Ader.
Allerdings im Gegensatz zu mir, hat er wohl einen besseren Weg gefunden, mit seinen Problemen umzugehen und in der SPD einen Ort gefunden, wo er sich verwirklichen konnte.
Mein Leben kam leider aus dem Tal der Tränen nie wirklich raus. Diese nicht verwirklichten Lebenschancen nagen an einem natürlich.

Ps. Gestern hatte er auf den SPD-Parteitag eine sehr flotte und selbstkritische Rede gehalten, die auf einen parteilichen Neubeginn deutet, der zu mehr sozialen Gerechtigkeit führen kann.

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Meine Mutter

Seit zwei Tagen ist meine Mutter aus Polen zurück. Sie besuchte ihre Mutter, da diese gesundheitliche Probleme hatte. Zeitweise hatte sie einen zu niedrigen Blutdruck.
Besonders erholt wirkte meine Mutter nicht. Es kam wieder diese meckrige Art bei ihr raus.
Direkt am ersten Abend sollte ich staubsaugen, obwohl ich mich durch diesen Selbstmord vom Torwart psychisch mitgenommen fühlte.
Ich staubsaugte, auch um diese Diskussionen nicht zu führen.
Ich habe immer dieses Gefühl, dass sie einen vieles aufdrückt, um einen dominieren zu wollen.
Sie hatte für mich etwas gekocht, was ich natürlich sehr nett finde.
Sie brachte mir polnische Würste und polnischen Senf mit, die ich sehr gerne esse, da sie eine gute kräftige Würzung haben.
Manchmal kann meine Mutter auch ein Engel sein, aber sie hat auch diese teufliche harte Seite.

NRW-Kontakt: depris (at) web.de

Panikmache bei der Schweinegrippe

So langsam bin ich erkältet. Auch ich mache mir immer mehr Gedanken über die Schweinegrippe und ob ich mich impfen lassen sollte.
In meiner Stadt soll ein Mann einen allergischen Schock durch die Impfung erlitten haben und ist tot umgefallen. Einfach so.
Solche Boulevardmeldungen vergrössern nicht gerade mein Vertrauen in diese Impfung.
Ich werde mich nicht impfen lassen, da dieser Impfstoff in aller Panik und Schnelligkeit hergestellt wurde, ohne die nötigen Tests zu machen, die für ein so ein Mittel normalerweise gemacht werden.
Meine Vermutung ist, dass die Pharmaindustrie schnell Profit machen will und mit Angst lässt sich eine Bevölkerung am besten steuern, um sie zum impfen zu animieren.
Diese Rechnung geht langsam auf, wenn von den ersten Sterbefällen bei der Schweinegrippe berichtet wird.
Die normale Grippe rafft tausende Menschen im Jahr dahin, aber da bricht keine Panik aus, die die Menschen zum impfen bewegt.
Komisch oder? Gefährlich kann der Schweinegrippevirus nur werden, wenn er sich mit der viel aggressiveren Vogelgrippe vereinen würde. Aber dafür bestehen zur Zeit keine Anzeichen.
Obwohl ich leicht verschnupft bin, habe ich keine Angst vor der Schweinegrippe und sehe diese Grippewelle sehr viel lockerer, als meine Depressionen. Und ich kenne auch keinen persönlich, der Schweinegrippe hatte.
Oder kennen sie lieber Leser und Leserinnen jemanden?

NRW-Kontakt: depris (at) web.de

13
Nov
2009

1000 Bürger wurden zum Thema Depression befragt

In einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders N-tv sagen 89 Prozent der Deutschen, dass das Thema Depression vom Umfeld der Kranken nicht ernst genommen wird.
Diese Aussage würde sich auch mit meiner eigenen persönlichen Erfahrung übereinstimmen.
Das Einzige was ich mich frage, ob die Befragten selbst diese Erkrankung ernst nehmen würden, wenn sie in ihrem Umfeld so jemanden wie mich kennenlernen würden.

Kontakt: depris (at) web.de

Meine Emailadresse spinnte

Leider konnte meine Emailadresse deprifrei (at) web.de über einige Tage keine Emails empfangen, weil das Postfach voll war. Jetzt habe ich viele alte Spams gelöscht und jetzt kann man mir wieder schreiben.
Ich freue mich auf neue Mails und eventuell auf neue Bekanntschaften, gerne aus NRW.

Ps. Ich will mich noch bei Kayla für ihr wunderbares Gedicht zur Liebe bedanken und ich werde dir noch antworten.

Was bleibt vom Tabuthema Depression übrig, wenn Robert Enke beerdigt wurde?

Ich glaube, dass der Fall Robert Enke eine depressive Verstimmung in mir ausgelöst hat. Oder vielleicht war die Beschäftigung mit dieser tragischen Person auch der letzte Auslöser, um sich seelisch scheisse zu fühlen.
Ich bin zu sensibel, ich fühle zu stark mit und das kann mich nach unten reissen.
Es wäre besser, wenn ich mehr Distanz zu so tragischen Dingen halten würde und mich nicht davon so fertig machen lassen würde.
Dieser tolle Torhüter war ja kein Bekannter, kein Freund oder ein Verwandter.
Aber die Medien machen aus einer fast unbekannten Persönlichkeit einen Bekannten, einen Freund oder Verwandten.
Das Leben eines Prominenten wird wie unter einer Lupe vergrössert und vergrössert, bis alle anderen Dinge überlagert werden.
Ich denke nur an den Superstar Michael Jackson, der in diesem Jahr unter mysteriösen Umständen verstarb.
Wieviele Wochen das Thema die Medien beschäftigt hat, bis jedes Detail aus seinem Leben ausgeschlachtet und analysiert wurde.
Diese vielleicht fragwürdige Entwicklung hat seit dem Tod der Königin der Herzen (Prinzessin Diana) 1997 eingesetzt.
Menschen werden nach ihrem Tode zu Helden erklärt, die man an Stelle von Heiligen verehrt.
Die Trauer wird zum Superhype aufgeblasen.
Von all diesen Bildern zu diesem Welt-Fussballer habe ich nur noch Kopfschmerzen, ich fühle mich medial überreitzt.
Die Medien filtern heute immer weniger, sondern sie hauen auf die Kacke, um besonders viel Auflage zu verkaufen oder Zuschauer an der Glotze oder im Internet zu gewinnen.
Ich frage mich ehrlich gesagt, was nach der Beerdigung von Robert Enkes Vermächnis übrigbleibt.
Ob die Menschen die Auswirkungen der Leistungsgesellschaft dauerhaft einzudämmen versuchen oder ob das Thema Depression nach all den Schlagzeilen wieder unter dem Teppich gekehrt wird.
Ob ich als Depressiver auch in Zukunft gegen eine Mauer aus Unverständnis und Schuldzuweisung für mein depressives Schicksal leben muss oder ob die Menschen mir mehr Hilfe und Respekt geben und zeigen werden.
Dieser Medienhype hat nur dann eine Berechtigung, wenn gesellschaftlich ein Umdenken zum Thema der psychischen Erkrankungen wie Zwangserkrankungen, Borderline, Depressionen... einsetzt.
Alles andere wäre nur eine Ausnutzung von Robert Enkes Schicksal, um Profit machen zu können.
Nichts verkauft sich so gut wie eine schlechte Nachricht.


Kontakt: deprifrei (at) web.de

11
Nov
2009

Nationaltorwart Robert Enke verübt Selbstmord, da er unter Depressionen litt. Seelische Erkrankungen werde immer noch zu wenig beachtet und Depressive zu wenig unterstützt und respektiert.

Robert Enke war wie ich 32. Er war wie ich seelisch krank. Ich hatte ihn bis zu seinem Selbstmord kaum auf dem Radar meines Bewusstseins.
Ich wusste, dass er ein guter Torwart war, aber an der Stelle endete auch mein Wissen über ihn.
Gestern erfuhr ich, dass er sich wie drei Menschen pro Tag in Deutschland von einem Zug überfuhren liess. Wenn ein Zug durch einen Selbstmörder Verspätung hat, wird den Mitreisenden mitgeteilt, dass es einen Personenschaden gab.
Der Selbstmörder wird wie eine Sache behandelt, denn Schaden klingt wie Autounfall.
Aber hinter jedem Personenschaden verbirgt sich ein Mensch und gestern und heute hat dieser Personenschaden ein Gesicht und einen Namen bekommen.
Der Selbstmord und die Krankheit Depression gelten immer noch, als ein großes Tabu.
Menschen mit einer seelischen Erkrankung gelten allgemein als willensschwach und es wird ihnen eine Mitschuld unterstellt.
Selten wird jemanden wie mir gute Besserung gewünscht, was ja bei einer Erkrankung wie der Schweinegrippe der Normalfall wäre.
Robert Enke verdiente sein Brot mit dem Leistungssport Fussball und er hatte Angst gehabt, dass seine Erkrankung wie im Fall Sebastian Deisler einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird.
Er wollte seinen Job und seine Anerkennung nicht verlieren, er wollte nicht als Schwächling dastehen, der von so einer seelischen Not niedergestreckt wurde.
Aus dem Grund lehnte er eine stationäre Behandlung in der Klinik ab.
Auch ich spüre immer wieder die Frage wie offen ich mit meiner Erkrankung umgehen soll und ob dieser Depri-Blog irgendjemanden oder mir selbst nützt.
Es tut weh, sich selbst zu öffnen und ein Blick in das Verletzlichste, die eigene Seele preis zu geben.
Vielleicht hätte ein offener Umgang von Enke mit seiner Erkrankung seinen Selbstmord verhindert, da er dann gespürt hätte, dass die Menschen ihn nicht fallen gelassen hätten.
Er galt als ein sensibler, selbstreflektierter und nicht abgehobener Star, der auf seine Mitmenschen immer positiv einwirkte.
Er spendete für den Kinder- und Tierschutz und kämpfte gegen den Rechtsextremismus.
Die Pressekonforenzen hatten mich selbst zu Tränen gerührt. Selbst Michael Ballack zeigte seine Tränen.
Seine Ehefrau Teresa Enke sagte in der Pressekonforenz heute: Wenn er akut depressiv war, war es schon eine sehr schwere Zeit, weil ihm dann Antrieb und Hoffnung gefehlt hat.
Ich habe versucht, für ihn da zu sein. Ich wollte ihm immer helfen, das durchzustehen. Er wollte aus Angst nicht, das es rauskommt. Er hatte Angst, Leila zu verlieren. Es hätte für alles eine Lösung gegeben.

Das Problem an einer schweren Depression ist, dass im Kopf des Erkrankten keine Lösungen existieren, da er in der Hölle eingesperrt ist.
Die Depression ist nichts anderes als die Hölle auf Erden. Sie ist ein Ort voller Seelenqualen und wer diese Welt nie betreten hat, kann sich diese schlimmen Qualen kaum vorstellen.
Vor über 6 Wochen, bei meinen letzten schlimmen Depressionsschub habe ich auch über meinen Selbstmord ernsthaft nachgedacht, weil ich diese Qualen und diese Einsamkeit und die damit verbundene seelische Not kaum ausgehalten hatte.
Wie durch ein Wunder kämpfte ich mich wieder zurück in mein Leben, indem ich wieder mehr Sport machte, Lithium nahm und Selbsthypnose ausübte, um diese Dunkelheit zu verdrängen.
Robert Enke hatte anscheinend die Kraft dazu nicht. Vor einigen Jahren verlor er seine Tochter.
Dies soll an seiner Substanz genagt haben, aber nach Außen gab er sich immer stark und gelassen.
Die Leistungsgesellschaft verlangt unbarmherzig, dass man stark ist, sonst verliert man wert.
Der menschliche Wert wird viel zu wenig berücksichtigt.
Wie oft habe ich mich nicht genug von meiner Umwelt wertgeschätzt gefühlt. Sobald man irgendwo nicht auftaucht z. B. bei meiner Gesangsgruppe oder bei einer buddhistischen Versammlung wird man vergessen.
Es wird nicht nachgefragt, ob alles ok sei, es wird zur Tagesordung übergegangen.
Theo Zwanziger sagte in der Pressekonforenz, dass man inne halten sollte und nicht so schnell zur Tagesordnung übergehen sollte.
Aus dem Grunde wurde das Länderspiel zwischen Chile und Deutschland am Samstag verschoben.
Sie meinten, dass man nicht mit Spass spielen könnte, wenn jemand gestorben sei.
Er hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen und gesagt, dass er geschauspielert habe, um den Selbstmord machen zu können.
Nicht jeder Mensch der lächelt, dem gehts gut.
Auch ich habe schon geschauspielert, um meiner Umwelt einen gefallen zu tun.
Er war seit Jahren in psychatischer und psychologischer Behandlung.
Leider half diese ganze Hilfe und Liebe seiner Frau nichts.
Die Trauer auf seinen Tod und den Fans seines Fussballvereins von Hannover 96 ist überwältigend.
Trotz der Tragik seines Todes, hat sein Tod bewirkt, dass die Menschen sich mehr Gedanken machen werden, was die Depression für eine schwere Krankheit ist.
Das selbst Fussballhelden an ihnen zerbrechen können, obwohl sie scheinbar alles haben wie Geld, Frau, Kind und Anerkennung.
Wie soll sich ein einfacher Depressiver fühlen, der sich keine teuren Privatkliniken leisten kann?
Ich weiss selbst aus eigener Erfahrung wie schlecht Kassenpatienten behandelt werden und wie weit der Weg sein kann, wieder ein normales Leben führen zu können.

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Kondolenzbuch: http://robert-enke.de

http://depressionen.de.tl

10
Nov
2009

Comeback meiner Internetsucht

Zum Glück fühle ich mich psychisch stabil. Aber wegen dem Mobbing bin ich ja krankgeschrieben und werde wohl nicht mehr zurückkehren.
Ein großer Nachteil ist, dass mir im Moment die Tagesstruktur fehlt und meine Beschäftigungslosigkeit mich in die Arme des Internetcafes treibt, wo ich wieder mein Geld verschwende.
Zum Glück beginnt in 15 Tagen meine Maßnahme, die über meine Umschulung entscheidet.

NRW-Kontakt: deprifrei (at) web.de

Kuschel-Poesie

Man(n) sagt Männer haben nur das Eine im Kopf, aber im Moment würde ich gerne kuscheln und Zweisamkeit mit einer Frau geniessen.
Mittlerweile ist es einfach nur nasskalt und ich würde gerne Poesie aus dem Mund meiner Traumfrau hören oder ihr etwas vorlesen und sie dabei sanft über ihre schönen Backen streicheln und auf ihre Stirn küssen.
Nur will anscheinend keine Frau meine Poesie hören, da sie sich gerne im Internet oder in der Wirklichkeit vor mir verstecken.
So bleibt mir nur die Wahl mir mein Leben selbst schön zu machen, um mir selbst ein wenig Geborgenheit zu schenken.

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Ein Artikel über Lithiumcarbonat

Ich habe mir den Welt-Artikel durchgelesen; der Vergleich der Überschrift "Was Akkus und Depressionen gemeinsam haben" hinkt irgendwie, da man zwar weiss wie Lithium in der Natur und in der Technik wirkt, aber nicht bei Depressionen.
Lithium wird oft als letztes Mittel gegen Depressionen beschrieben, wenn man gegen andere Medikamente resistent ist.
Zur Zeit nehme ich auch Lithium, ich habe keine Ahnung, ob ich dadurch keine Depris habe oder ob der Grund ein anderer ist.

http://welt.de/wissenschaft/article5028535/Was-Akkus-und-Depressionen-gemeinsam-haben.html

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9
Nov
2009

Warmer Geldregen

Am Freitag habe ich mich über den Brief des Landschaftsverbandes gefreut, wo mein Freizeitgeld genehmigt wurde. Da ich ein Betreuer habe, bekomme ich Geld für meine Freizeitgestaltung. 35 Euro pro Monat bekomme ich.
Ich werde wohl eine saftige Nachzahlung bekommen, da ich seit März betreut werde.
Schätzungweise über 350 Euro bekomme ich, ich denke darüber nach mir ein PC zu holen, um endlich zuhause einen eigenen Internetanschluss zu haben.
Im Moment verschwende ich mein Geld im Internetcafe.
Was ich auch irre finde wie lange der Landschaftsverband brauchte, um meine Betreuung zu genehmigen. Über ein halbes Jahr! In dieser Zeit mussten die Johanniter finanziell einspringen, um die Betreuung zu finanzieren.
Die sind der Träger der Betreuer.
Und aus diesem Grunde dauerte es auch so lange, bis mein Freizeitgeld kommt.
Aber ich mag es eigentlich lieber, wenn das Geld auf einen Schlag kommt, als wenn ich es immer in kleinen Raten bekomme, die schnell in meinen Haushaltslöchern verschwinden.
In einem Monat ist das Geld auf dem Konto.

Kontakt: deprifrei@web.de

Für Männer wie mich gibt es weniger Spass

Um sich unliebsame Fragen vom Hals zu halten, schreiben immer mehr http://knuddels.de Damen: Nein, ich habe kein MSN und ICQ, aber dafür RTL, Sat1..usw...
MSN oder ICQ taugen auch sehr gut, um über Cam zu kontrollieren, ob man bei knuddels wirklich einer Frau geschrieben hat.
Aber mancher Mann erhofft sich auch tiefere Einblicke und manche Dame erzählte mir auch, dass manche Männer an ihrem Lolli spielen. Zu dieser Kategorie gehöre ich natürlich nicht.
Per Cam verhalte ich mich immer brav und angezogen. *g*

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Ein Profil auf Knuddels

Eine Dame schrieb in ihrem Internetprofil: Klar immer verarscht mich alle!!! Ich habe es ja auf der Stirn stehen.
Unter ihrem leicht depressiven Foto schrieb ich: Der Satz im Motto ist grammatikalisch falsch und das ist keine verarsche! ;-)

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Spanking

Vor zwei Tagen hatten die Nachbarn Sex. Sogar Po-Schläge hörte ich, was heute unter dem netten Namen Spanking Bekanntheit erregt.
Das ganze dauerte einige Minuten, was nach meiner Tatortanalyse auf ein Quickie hindeutete.
Die Frau orgasmisierte laut, der Mann schien taubstumm zu sein.
Und ich genoss mein sexloses Wochenende, indem ich telefonierte.

depris (at) web.de

Fast Food macht depressiv

Was ich aus meiner eigenen Erfahrung schon wusste, ist nun auch wissenschaftlich untersucht worden. Hamburger machen unglücklich.
Die University College London wertete Daten von 3500 Beamten aus. Der eine Teil ernährte sich ausgewogen und aß viel Obst, Gemüse und Fisch.
Die anderen Beamten zogen sich die schnelle Küche rein und stopften sich mit Hamburger, süßen Desserts, fettreichen Milchprodukte, Frittertem und viel Fleisch.
Wer das schnelle sorglose Vergnügen suchte, wurde mit einem 58 Prozent höheren Depri-Risiko bestraft. Die die sich überwiegend von gesunder vegetarischer Kost ernährten, hatten nur ein 26 Prozent höheres Risiko zu erkranken.

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7
Nov
2009

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mein nicht all zu weiser Weisheitszahn schmerzt leicht und ich verdränge dieses Wissen so gut wie ich kann.
Einen Weisheitszahn habe ich schon weg, warten noch drei darauf gezogen zu werden.
Und ich habe wirklich Schiss davor zum Zahnarzt zu wandern und hoffe dummerweise darauf, dass der Kelch an mir vorübergeht.

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Mein Selbstwusstsein nähert sich dem Depri-Nullpunkt

Im Moment kotzt mich wieder mein sexloses Leben an oder viel mehr das Fehlen an Intimität.
Mit meiner unsauberen Wohnung hatte ich es bei der Schwarz-Afrikanerin verschissen. Das war die letzte große Möglichkeit, noch das Singleleben los zu werden.
Meine Depressivität hat mir viel von meinen Stolz genommen und so hielt ich eine halbwegs geräumte Wohnung für sauber.
Mir fehlte wohl auch die Erfahrung mit Frauen wie genau sie bei der Ordnung und Sauberkeit sind.
Im Prinzip bin ich jemand, den niemand kennenlernen will.

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"Alkohol ist der Sanitäter in der Not..." Sing

Ich bin gerade zurück von einer dieser langweiligen Parties, die man nur mit Alkohol überlebt.
Dany Wodka hat diese Party veranstaltet.
Irgendwie vermisse ich Poesie und Tiefe, so wie im Sommer auf dieser buddhistischen Party, als ich meinen Text über Glück vorlas und ich die Menschen berührte.

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