8
Feb
2010

Wut

Ein sehr lesenswertes Interview zur Depression: http://mt-online.de/lokales/regionales/3372661_Haben_Sie_Mut_zum_Mittelmass.html
In diesem Interview gehts auch um die unterdrückte mörderische Wut, die viele Depressive mit der Depression deckeln, um nicht Amok zu laufen wie z. B. der Amokläufer in Winnenden.
Ich kenne diese Wut sehr gut und sie taucht alle Jubelmonate auf und da will ich mir nicht mehr alles bieten und gefallen lassen.
Manchmal habe ich Angst vor meiner Wut.

Kontakt: depris (at) web.de

Ich muss die Freundschaften immer aktivieren, sowas verletzt mich und tut mir nicht gut

Ich habe eine Menge passive Freunde, die ich mit anrufen aktivieren muss, sowas nervt mich. Ich bin auch nicht immer der aktivste, allein aus dem Grund, weil ich gelegentlich unter Depressionen leide.
Danii meinte, dass sie nicht genug Geld zum telefonieren hätte, um sich bei mir melden zu können. Sie bekommt Bafög, aber mein Hartz4 ist auch nicht mehr. Nur so ne blöde Ausrede. Genauso wie diese Ausrede, dass sie zuviel Stress hätte sich bei mir zu melden. Gut sie macht eine Ausbildung zur Erzieherin, aber komischerweise textet sie öfters Kurznachrichten (ähnlich wie Twitter, nur das sie Freunde sehen) über das soziale Netzwerk und dann hat sie nicht mal Zeit mir ne kurze Nachricht zu schreiben, um zu fragen wie es mir geht??
Sowas geht nicht in mein Kopf rein.
Wenn ich sie anrufe, überlegt sie ständig, wann ihr das Treffen passt, manchmal muss ich noch mal anrufen, das erinnert mich immer an eine Prinzessin, die ständig gebeten werden will. Was ihre Bedürfnisse sind, da scheint sie klare Grenzen zu kennen, nur meine Bedürfnisse übersieht sie dabei.
Sie ist immer sehr nett und freut mich zu hören, aber diese Enttäuschung, dass sie nie von selbst in die Gänge kommt, um die Freundschaft am Leben zu halten, dass verletzt mich schon.
Wenn ich bei ihr bin, sehe ich meistens die Freundin, die mit anderen was trinkt und oberflächiges Zeug labert, aber selten sehe ich die andere Danii, die tiefgründig ist.
Sehr schade.
Ich glaube, wenn jemand sich nicht von selbst meldet, dann zweifle ich immer die Freundschaft an, weil derjenige sich gewiss nicht melden wird, wenn ich mal mich nicht melden würde.
Im Prinzip wiederholt sich das Problem, ich habe bestimmt schon in einem früheren Blogbeitrag über diese passiven Freundschaften berichtet.
Manchmal fürchte ich, dass diese Passivität ein Symptom dieser Welt geworden ist, die immer schelllebiger und oberflächlicher wird.
Aber vielleicht habe ich auch als Arbeitsloser zuviel Zeit, um mich über die Oberflächlichkeit dieser Welt aufzuregen.
Wer sich zu Tode arbeitet, hat einfach keine Zeit zu leben. Vielleicht sollte ich ein Workahaholic werden.
Dann bringen mich nicht meine Depressionen um, sondern die Arbeit.
Als Lohnsklave findet man heute sicher genug Betätigungsfelder, um in prekären Beschäftigungslagen sich kaputt zu schuften.
Das Einzige, was mich von diesem Leben abhält ist meine Depression.
Scheint, als sei ich in einem Teufelskreis gefangen.

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5
Feb
2010

Meine Depri-Frauen-Phase überwinde ich gerade

Irgendwie bin ich glücklich darüber, dass ich von meinen Depri-Frauen-Gedanken wegkomme.
Ich glaube, dass es dieses Jahr mit der ersten Freundin in meinem Leben klappen wird.
Gerade eben habe ich mit einer wunderschönen jungen Lady über MSN gechattet, die ich aus einer alternativen Singlebörse kenne.
Wir hatten uns über Kamera gesehen und natürlich war ich neugierig, ob die Fotos bei ihr im Profil mit der Realität übereinstimmen.
Tatsächlich war sie zu sehen, sie grinste mich breit an, ich grinste, wir grinsten die ganze Zeit und sie meinte, dass es ihr eigentlich nicht so gut gehen würde.
Sie schrieb mir, dass ich ein wunderschönes Lächeln hätte, da läuft man ganz rot an vor Glück.
Sie sah echt toll aus, da lächelte einen die Sonne entgegen, sowas sehe ich wirklich selten.
Dieses Lächeln hatte etwas so leichtes gehabt, dass meine Schmetterlinge im Bauch bei ihrem Anblick die Schwerkraft überwanden.
Leider hatte sie diesmal nicht so viel Zeit, die Tage davor hatten wir über Eskimos geschrieben und sie meinte, ich sollte sie Inuit nennen. Eskimo ist so ein Schimpfwort für die Ureinwohner wie Neger für die Afro-Amerikaner.
Das Wort bedeutet Rohfleischfresser.
Und wer will sich schon so nennen?

Irgendwie kam ich mir heute morgen wie eine Mülltonne auf zwei Beinen vor, außerdem war ich saumüde, was sich jetzt gelegt hat.
Ich half meiner Mutter bei der Renovierung. Den alten Treppenteppich haben wir entfernt und jetzt wird ein neuer draufkommen.
J., ein Grieche half uns auch dabei.
Bald kann der neue Nachbar in das Haus einziehen.
Im Moment denke ich darüber nach, vielleicht ist ja Linda nicht die Einzige mit der es klappen würde.
Es ist immer bessere mehrere Eisen im Feuer zu haben.


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3
Feb
2010

Botox soll gegen Depressionen helfen, demnächst werden ganz viele Depri-Botox-Partys aus dem Boden spriessen ;-)

Auf einem Nachrichtenportal http://20min.ch/news/basel/story/Mit-Botox-Depressionen-wegspritzen-29373851 las ich, dass Ärzte Botox bei der Behandlung von chronischen Depressionen einsetzen wollen. Der Studienleiter Dr. Axel Wollmer will das Wechselspiel zwischen Stimmung und Mimik untersuchen.
Nach seiner Vermutung verstärken sich psychische und physische Anspannung gegenseitig.
30 Studienteilnehmer wurde Botox in die Stirn gespritzt, um eine Enstpannung für 4 Monate herbeizuführen.
Die eine Hälfte bekam eine Placebospritze, um die Wirkung des Nervengifts objektiv beurteilen zu können.

Persönlich finde ich es sehr lustig, dass ausgerechnet Botox bei Depressionen helfen soll.
Eine glattgebügelte mimikfreie Stirn soll zum neuen Lebensglück verhelfen.
Ein älterer Depressiver kann nicht nur seine faltenverseuchte Schönheit renovieren, sondern gleich auch seine Seele. In der Vergangenheit habe ich schon öfters von Botox-Partys gehört, wo Freundinnen sich treffen, um gemeinsam jünger zu werden.
Demnächst wird es wohl die Depri-Botox-Parties geben, wo man mit einem Sekt auf sein neues Lebensglück anstößt.
Ob das Botox wirklich helfen kann, liegt noch in den Sternen, daher suchen sie noch weitere willige Versuchskaninchen.
Und so eine Botox-Spritze muss nicht einmal als Schönheitsoperation bezahlt werden.
Irgendwann werden ganz viele neue Leute unter Depressionen leiden, um in den Genuss des Nervengiftes zu gelangen. Diesmal bringt diese seelische Erkrankung sogar finanzielle Vorteile und eine faltenfreie Zukunft.
Welcher Mann oder Frau will sie dann nicht kennenlernen?

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Liinda meldet sich

Ich kann meine Erleichterung und mein Glück kaum fassen, da sie sich über das soziale Netzwerk bei mir gemeldet hatte.
Sie schrieb mir, dass sie an Fieber litt und es ihr seit Sonntag wieder besser geht.
Sie vermutet, dass sie die Pizza oder der plötzlich miterkrankte Bekannte angesteckt hat.
Sie schrieb, dass bei ihr auch heftig Schnee fiel, aber der nicht liegen blieben, weil es ein Grad plus war.
In meiner hügeligen Stadt ist ziemlich viel liegen geblieben.
Ausserdem könnte sie mich diese Woche nicht mehr treffen, da sie am Wochenende ihr Geburtstag feiert.
All meine bösen Phantasien, dass sie nur eine Ausrede suchte, um mich nicht zu treffen, haben sich in Staub verwandelt.
Sie will das Treffen nachholen und fragte mich, wann ich denn wieder Zeit hätte.
Ich bin froh, dass ich recht ruhig blieb, obwohl mich in der Vergangenheit meine Teufel mich öfters verrückt machten.
Zum Glück schrieb ich nicht dauernd Emails, versuchte sie nicht wie ein Verrückter zu erreichen.
Meine Ängste, dass sie nur ein Traum ist, zeige ich ihr nicht, denn ich glaube damit würde ich bei ihr nichts erreichen, nur sie verunsichern, weil ich sie einengen würde.

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29
Jan
2010

Hoffnung zerrinnt. Mein erstes Date mit ihr ging ins Wasser.

Heute gegen 13:33 h sollten wir uns im Hauptbahnhof treffen. Liinda kenne ich von meiner http://singlemann.de.tl Homepage. Wir haben schon seit einigen Monaten regelmässigen telefonischen Kontakt.
Wir wollten uns vor einem Blumenladen treffen.
Heute morgen gegen 7 Uhr riss sie mich aus meinem Tiefschlaf und verkündete mir, dass sie krank sei und mich wieder anruft, wenn es ihr besser geht.
Irgendwie bin ich entäuscht und irgendwie will mir ein kleiner Teufelchen einreden, dass sie nur eine faule Ausrede suchte, um das Treffen zu sabotieren.
Dagegen spricht, dass sie nach eigener Aussage eine Langschläferin ist und das sie in der Vergangenheit immer zuverlässig war, wenn sie mir sagte, dass sie mich anruft.
Das Einzige was ich tun kann, ist abwarten und Tee trinken.

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20
Jan
2010

Eigentlich sollte das Internet unser Leben revolutionieren und vereinfachen

Das Internet war eine tolle Idee. Es sollte die Welt revolutionieren, neue Lieben, neue Freundschaften entstehen lassen.
Viele suchten im Internet nach Gleichgesinnten, um über Depressionen, Ängsten, unfreiwilliges Jungfrauen-Dasein, Politik und viele andere Dinge zu diskutieren.
Das Internet füllte sich mit Milliarden Seiten und Hoffnungen.
Blogs spriessten nach der Jahrtausendwende aus dem virtuellen Internetboden.
Die Demokratie sollte sich virtuallisieren und noch mehr Teilhabe ermöglichen, aber viele Blogs verkümmerten zu langweiligen Debattierclubs und veränderten in der Wirklichkeit nichts.
Die Menschen kehrten den Parteien den Rücken und wanderten ins innere Exil ab, um im Internet über ihre Unzufriedenheit zu labern.
Soziale Netzwerke wie wer-kennt-wen.de oder studivz.de sollten alte und neue Freundschaften verknüpfen und mehr Tiefe in den Beziehungen herstellen.
Aber manche alte Freundschaft wanderte ins Netz ab und manifestierte sich nicht in der Wirklichkeit.
Das Internet sollte mehr Verbindungen zwischen den Menschen knüpfen, aber sie nährte in Wirklichkeit nur die Illusion von Nähe.
Diesen Blog schrieb ich auch, um andere Leidensgenossen kennenzulernen, aber alle wollten nicht kennengelernt werden.
Mit anderen Worten, ich bin der Illusion zum Opfer gefallen, durch das Internet ein Mehrwert für mein Leben zu bekommen.

Schüchterne Singles suchten die Internetliebe und stellten mit der Zeit meist fest, dass die meisten Frauen Schisshasen sind und den anderen nicht kennenlernen wollen.
Die männlichen Singles leideten noch mehr unter Selbstzweifeln und fragten sich, ob sie schön genug für den Heiratsmarkt sind.
Das Internet ist ein Markt der Illusion, wo einem Glauben gemacht wird, alles zu bekommen.
Am Ende passiert nichts wirkliches, außer das Tippen dieser Zeilen am PC.
Aber ob das als Realität ausreicht?

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Wie erkenne ich einen guten Psychiater:

1. Ein Psychiater muss sich bei einem Erstgespräch mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen, um sich ein Bild von seinem Patienten zu machen.

2. Gute Psychiater fertigen den Patienten nicht im 5 Minuten Takt ab, wenn man ein Gespräch hat.

3. Ein guter Psychiater ist auch immer ein guter Psychologe und fragt einfühlsam und versucht auf eine persönliche Ebene mit dem anderen zu kommen.

4. Gute Psychiater haben einen guten Überblick über Selbshilfegruppen, Psychiatrien und Psychologen, um das Passende zu finden.

5. Ein guter Psychiater versucht den anderen ernst zu nehmen und versucht ihn nicht lächerlich zu machen.

6. Ein guter Psychiater sieht die Medikamente nicht als der alleinige goldene Weg, um aus einer Depression, Zwangserkrankungen, Ängsten und anderen Problemen zu kommen.

7. Gute Psychiater bilden sich fort und besuchen keine Seminare, die von der Pharmaindustrie gesponsert werden.

8. Ein guter Psychiater versucht den Patienten zur Selbstverantwortung gegenüber seiner Erkrankung zu erziehen.

9. Und wenn der Psychiater noch schwarzen Humor hat, kann er selbst einen mittelschwer depressiven zum Lachen bringen.
(Bei schweren Depressionen vergeht einen meistens das Lachen.)

10. Gute Psychiater wünschen dir Gute Besserung, damit du nicht mehr länger ihr Kunde bist. ;-)


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Scheiss Internet

Manchmal wünsche ich mir, dieses doofe Internet wäre nie erfunden worden.
Wieder eine schöne Spielwiese für alle die Illusionen nachjagen.

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19
Jan
2010

Von nix kommt nix

Immer wieder wundern sich manche Blogger, warum niemand in ihren Blog ein Kommentar schreibt.
Der alte Spruch "Von nix kommt nix" behält seine Bedeutung bei.
Wer bei anderen kein Kommentar schreibt, kann nicht unbedingt hoffen, dass jemand anderes so großzügig ist und sich Gedanken über den Blog des anderen macht und die dann aufs virtuelle Papier zaubert.
Aus dem Grunde schreibe ich auch bei anderen und jeder freut sich über ein Feedback.
Nur konsumieren ist scheisse.

Kontakt: depris (at) web.de

Spendenmarathon

RTL sammelt Spenden für die Haiti-Opfer. Mittlerweile ist es zu Plünderungen und Selbstjustiz in Haiti gekommen.
Die staatlichen Strukturen sind zusammengebrochen und es gibt kaum noch Polizei; es geht leider zu wie im wilden Westen.
Haiti braucht nach aktuellen Schätzungen mindestens 10 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau.
Wer die Kontonummer fürs spenden erfahren will, geht hier drauf:
http://rtl.de/cms/unterhaltung/spendenmarathon/jetzt-spenden.html

Wenn man diese Nummer von RTL anruft, spendet man pro Anruf 5 Euro aus dem deutschen Festnetz: 0900 1236000. (Fürs Handynetz gelten andere Bestimmungen.)
Dies ist eine ganz einfache Art Geld zu spenden.

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15
Jan
2010

Hmmm

Bin immer noch Single, dabei wäre es jetzt so schön mit einer Frau, gerade weil es mir so gut geht.

32 Jähriger aus NRW sucht... na was wohl? ;-)

Liebespostfach: singlemann77 (at) web.de

http://singlemann.de.tl

Jetzt ein ABER!! Haiti braucht unsere Hilfe. Bitte spenden SIE!!!

Wie jeder weiss hat am 12. Januar auf der Karibikinsel die Erde vor der haitanischen Hauptstadt Port-au-Prince mit einer Stärke von 7,0 gebebt.
Man geht von 50.000 bis 500.000 Toten aus.
Dieser Staat war schon in der Vergangenheit von Despoten und Naturkatastrophen heimgesucht wurden und zählte schon vor dem Erdbeben zu den ärmsten Ländern der Welt.
Um wenigstens das Überleben der Erdbebenopfer zu sichern, müssen wir spenden.
Ich will in den nächsten Tagen 5 Euro spenden.
Wer wenig hat, gibt wenig, wer viel hat, gibt viel.
Auch kleinste Spenden können Wunder bewirken! Vor der Katastrophe lebten 80 Prozent der Haitaner von weniger als 2 Dollar pro Tag.
Im Vergleich dazu bekomme ich als Arbeitslosengeld 2 Empfänger eine Wohnung bezahlt und 359 Euro pro Monat, um mich zu ernähren, kleiden zu können und meine Strom und sonstigen Rechnungen zu bezahlen.

Spendenkonten:
http://zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,8010921,00.html

PS. Bitte den Link der Spendenkonten kopieren und auf seinen Blog auf diese Katastrophe aufmerksam machen.
So eine kleine Tat kann viele Menschen zu Spenden animieren und den Nutzen maximieren!

Postfach: depris (at) web.de

So kann es weiter gehen, bis ans Ende meiner Tage

Mir gehts weiter gut und es gibt kein ABER.

Postfach: depris (at) web.de

14
Jan
2010

Ein wunderbarer glücklicher Tag

Ein paar Tabletten vom Elontril habe ich noch übrig und habe sie geschluckt, obwohl mir der Psychiater das Billigere Präparat verschrieb.
Heute ging es mir richtig gut, ob das am Antidepressiva lag?
So ein Medikament muss man eh über ne lange Zeit nehmen, bis man merkt, ob der Effekt schnell verpufft oder längerfristig wirksam ist.
Morgen bin ich bei meinen Psychologen, der kann mir auch Elontril verschreiben, weil er auch Arzt ist.
Persönlich bin ich ziemlich unsicher, ob die Antidepressiva überhaupt irgendeinen dauerhaften Effekt auf mich haben.
Das Lithium habe ich aus einem Bauchgefühl ganz weggelassen.
Heute half ich meiner früheren Nachbarin ihre Wohnung etwas zu entrümpeln, sie läuft im Moment so schwer auf den Knien, das etwas unhandlichere oder schwere Gegenstände für sie ein unmöglicher Arbeitsakt sind. Ich tue sowas immer gerne.
Heute sind 1 bis 2 Meter vor mir Eiszapfen explodiert, sie fielen vom Dach herunter.
Im Moment ist Tauwetter und Tief Miss Daisy hat sich warscheinlich schon längst über alle Berge gemacht, um ihren Liebhaber zu treffen. ;-)
Diese Eiszapfen sind sehr gefährlich, aber viele Eigentümer lassen sie nicht entfernen, weil das sehr viel Geld kostet, aber noch teurer ist der Spass, wenn ein Passant verletzt wird.
Seitdem beobachte ich die Dächer, um nicht erschlagen zu werden.
Heute Abend war ich endlich wieder bei meiner Gesangsgruppe. Alle hatten sich tierisch gefreut, als sie mich nach Monaten wiedersahen und fragten mich wie die Maßnahme war. Als ich erzählte, dass ich Körbe flechten mussten lachten sie, weil sie das für eine ziemlich behinderte Arbeit hielten.
Dann probten wir das Ärztelied "Schrei nach Liebe".
Da sind so wunderbare Zeilen wie "Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe" oder "Deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit".
(Wobei meine Lederschuhe bräuchten auch Zärtlichkeit.) ;-)
Das Lied thematisiert natürlich die rechte Gewalt und entstand um 1993, als vor allem viele Asylheime lichterloh brannten z. B. auch in Rostock.
Im Moment leitet Sabina die Truppe, da er nach Rostock ging, um dort Musik zu studieren. Er ist Libanese und hat ein goldenes Herz und über unseren Chor haben sich Ibrahim und Sabina lieben gelernt, bei mir flogen leider nirgends Liebesfunken.
Zu meiner Überraschung wurde er, trotz seines arabischen Aussehens weder angepöbelt, noch bedroht.
Sie beschrieb die Rostocker als freundliche und hilfsbereite Menschen.
Ob der Osten aus den ausländerfeindlichen 90er Jahre gelernt hat?

Es war wieder wunderbar, so viele positiv geladene Menschen, um sich zu haben.
Da war ein ausgebilder Tierpfleger, der leider im Moment keinen Job findet und wieder nach Borkum ziehen will.
Der andere ist Metaller.
Was Lotte macht weiss ich nicht.
Sabina arbeitet im Marketing.
Ich harze mich durchs Leben, aber irgendwann werde ich sicher, aus dem Tal der Tränen rauskommen, um meine eigene Kohle nach Hause zu bringen, damit mein Nest warm wird.
Das ist mein Traum.

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13
Jan
2010

Elontril 150 mg, Erfahrungen und Nebenwirkungen. Wie die Pharmandustrie versucht Psychiater zu bestechen

Seit ein paar Tagen nehme ich Elontril, was ich bei meiner Arbeitstherapie-Maßnahme verschrieben bekommen habe.
Heute ist die Wirkung wie ein Kartenhaus stückweise zusammengefallen.
Dann war ich kurz bei meiner Mama, die meinte wieder einmal, dass ich mich besser anziehen sollte, damit sie stolz auf mich ist.
Anschliessend machte ich mich auf den Weg zu meinen schwarzhumorigen Psychiater.
Ich fragte ihn wie Sylvester und Weihnachten war und er sagte "dröge", diese Ehrlichkeit und Gradlinigkeit schätze ich an ihm.
Ich erzählte ihm ein wenig von meiner Maßnahme in S. und ich sagte ihm, dass ich Elontril verschrieben bekommen habe.
Er meinte, dass dieses Antidepressiva keine bessere Wirkung als vergleichbare Antidepressiva hat, was Studien bewiesen hätten. Aber Elontril wird viel teurer verkauft, weil man ein winziges Molekül verändert hat und steht somit unter Patentschutz und kann als neues Medikament teurer verkauft werden.
Er holte seinen Kugelschreiber raus und sagte mir, dass die Kappe des Schreibers nicht blau, sondern rot wäre. So verglich er die strukturelle Veränderung des neupatentierten Medikaments.
Dann lachten wir.
Er weigerte mir dieses teurere Medikament zu verschreiben, weil er meinte, dass Venlafaxin (Trevilor), was ich früher genommen hatte, bei mir die selbe Wirkung haben würde.
Außerdem meinte er, dass bei Elontril eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1000 bestehen würde einen Krampfanfall zu bekommen, was in Verkehrssituationen oder bei Treppen hohe Gefahren auslösen könnte.
Er meinte, dass das ein hohes Risiko sei und andere vergleichbare Medikamente nicht so gefährlich wären.
Dann sagte er mir zum Vergleich, dass während des Patentschutz Trevilor für 194 Euro verkauft wurde und nach Ablauf des Patentschutzes für knapp 50 Euro.
Er sagte mir, dass das Medikament um rund 75 Prozent billiger wurde, was natürlich das Gesundheitssystem erheblich entlastet.
Bei ihm waren auch schon Lobbyisten von der Pharmaindustrie da und wollten ihm ein neues Laptop andrehen, wenn er das neue Medikament an anderen Patienten ausprobieren würden.
Aber er meinte, dass er nicht so korrupt wäre und lachte wieder.
Oder sie bieten auf ihre Kosten an, dass man nach Wien fliegen kann, um sich einen Vortrag über die Segnungen von Elontril anzuhören. Anschliessend könnte man einige angenehme Hoteltage in dieser kulturell reichen Stadt verbringen und würde dort ein netten Urlaub verbringen.
Das Einzige was er annehmen würde, wären Waschlotionen, was im Bagatellbereich liegen würde.
Er lachte wieder.
Viele Psychiater würden diese zusätzlichen Einnahmen wie z. B. Laptop nicht versteuern.
Er gab mir am Ende doch nicht Venlafaxin, sondern ein anderes Antidepressiva, weil V. die Potenz beeinflusst.
Vielleicht werde ich in den nächsten Wochen doch noch Glück mit der Frauenwelt haben und wenn die Flinte nicht geladen wäre, dann wäre es mit dem Spass vorbei, bevor er begonnen hat. ;-)
Und mit diesem Blogeintrag habe ich die Pharmaindustrie wieder einmal um ein paar zusätzliche Einnahmen gebracht, falls jemand mich über Google findet.
Lach.


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12
Jan
2010

Ein Plädoyer für Ehrlichkeit und Offenheit bei Bewerbungsgespräche für psychisch Kranke bei potentiellen Arbeitgebern

Auf ihren Blog http://aurisa.twoday.net/stories/bewerbung-und-transsexualitaet/#6133512 erzählt eine Transsexuelle über ihre Probleme mit ihrer Transsexualität.
Sie hat demnächst ein Vorstellungsgespräch und hat Angst dem potentiellen Chef ihre "Anders als normale Frau" wie sie sich auch in ihren Blog vorstellt zu verklickern.
Oder sie hat Angst dem Chef zu sagen, dass sie durch ihre Transsexualität unter Depressionen litt und dadurch Jahre nicht arbeiten konnte.
Eine ehemalige Einstellerin riet ihr zur Offenheit wegen ihrer Transsexualität, aber zum Schweigen wegen den Depressionen.
Für mich bedeutet Offenheit alles offen zu legen, sonst ist es nur eine Salami-Taktik, um sich Vorteile zu verschaffen.
Andererseits kann ich mir die Angst vor Offenheit sehr gut vorstellen. Es ist ein Balanceakt.
Ich rate in dem Fall auf das Bauchhirn zu hören und wenn der Chef sensibel erscheint, ihm alles zu erzählen. Ich habe auch von psychisch Kranken Menschen gehört, dass das Verschweigen von der Erkrankung auch einen zusätzlichen Druck entstehen lässt und zu einem Rückfall in der psychischen Erkrankung führen kann.
Witzigerweise gibt es im Berufsförderungswerk Köln eine Umschulung zum Personaldienstleistungskaufmann. Eventuell könnte ich in diesem Bereich mich umschulen lassen.
Hinter dem sperrigen Begriff des Personaldienstleistungskaufmanns verbirgt sich ein Job, wo man Einfluss auf ganze Lebenswege haben kann wie z. B. über Aurisa.
In dem Job entscheidet man, ob man nach einem Bewerbungsgespräch diese Person einstellt oder nicht.
Man führt Personalakten und arbeitet z. B. in der Zeitarbeitsbranche, wo man die Lohnsklaven betreut. Oder man zieht Aufträge ans Land, damit die Rendite des Unternehmens z. B. für gierige Manchester-Kapitalisten und Aktionäre stimmt.
Mit anderen Worten, man kann in dem Job ein richtiges Arschloch werden, was vielleicht auch manchmal notwendig sein kann.
Warscheinlich wäre diese Umschulung nichts für mich, da selbst wenn ich den Job gegen meine Erwartung bekäme, ich über ganze Lebensläufe wie die von der transsexuellen Bewerberin entscheiden müsste.
Mit meinem großen Mitgefühl, den ich durch meine Depression erworben habe, würde ich alle psychisch Kranken dieser Welt einstellen.
Aber ob das der Rendite dienen würde?
Und würde das Unternehmen nicht durch all diese psychisch Kranken kollabieren?
Und obwohl ich mir diese Manchester-Fragen stelle, komme ich nicht umhin zu sagen, dass Offenheit und Ehrlichkeit Werte sind, auf die auch ein Arbeitgeber und ein Unternehmen aufbauen kann.
Gerade dieser Rendite-Wahn und diese geschönten Fake-Lebensläufe von Selbstdarstellern und Hochstaplern haben uns diese Weltwirtschaftskrise eingebrockt.
Der Schein zählte in der Bewerbung mehr, als das Sein.
Der Depressive kennt sich besser als jeder andere aus, was seine Grenzen und Möglichkeiten im Leben sind.
Er ist mehr im Sein, als die dauerlächelnden Ackermanns.
Er passt auf sich und andere besser auf und bringt gewiss mehr Soft Skills mit, als so mancher größenwahnsinnige Manager, der seine Grenzen und Möglichkeiten nicht kennt.
Diese Ackermanns gefährden ganze Unternehmen wie man am Beispiel Karstadt/Quelle sehen konnte.
Der Mensch der die Depression aus eigener Erfahrung kennt, ist wie ein Wachhund, denn er hat Angst wieder in ein tiefes Loch zu fallen.
Aus dem Grunde erkennt er Gefahren für ein Unternehmen besser.
Aber auch den Größenwahnsinnigen braucht ein Unternehmen, denn ohne Visionen gibt es keine Innovationen.
Aber der Größenwahnsinnige darf nicht der Kapitän eines Schiffes werden, sonst wird er wie die Titanic auf Grund laufen.
Ich bin für eine Kultur des Umdenkens, wo auch der Depressive als wertvoller Mitarbeiter behandelt wird und sich nicht verstecken muss.

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Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Personaldienstleistungskaufmann

Ein paar Gebote zum 21. Jahrhundert. Wie man sich vom Egoisten zum Althruisten entwickeln kann.

In einem Blog http://hexamore.twoday.net/stories/6132116/#comments stellte jemand 10 Gebote auf wie man für das 21. Jahrhuntert leben soll z. B. "Geniesse nach Maß, damit du länger geniessen kannst" oder "Knüpfe dir ein soziales Netz, damit dich Freunde und Nachbarn begleiten." (Wer will schon alleine sterben, so ein sarkastischer Nebengedanke von mir.)
Das Wichtigste Gebot, was schon ironisch gesagt nach selbstloser Mutter Theresa Liebe klingt: "Du alleine kannst es, aber du kannst es nicht allein. Hilf anderen, damit man dir hilft. "8 (Klingt wie "Helf anderen oder stirb.") ;-)
Nach meiner Auffassung können diese neuen 10 Gebote Gottes nur in Erfüllung gehen, wenn die Weltwirtschaftskrise lange genug anhält und viele auf ein solidarisches Denken und Handeln angewiesen sind.
Die Wirtschaftskrise macht das Kollektiv wieder attraktiv.
Diese Krise ist meine größte Hoffnung und ich hoffe, dass sie lange genug andauert, um die Charaktere der Einzelnen in der Gesellschaft zu veredeln.
Schon Jesus Christus wusste, dass man Schäfchen am besten dann einfängt, wenn es ihnen schlecht geht.
Er war der erste Marketingexperte der Welt.

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Soviel zu Zivilcourage

"Man sollte nicht den Helden spielen", aber die Welt lechzt nach neuen Supermans und wenn der Held-Anwärter niedergestreckt wird, dann war er selbst schuld und oft bekommen die Überlebenden Möchtegern-Superhelden keine staatliche Unterstützung, wenn sie Opfer einer Straftat wurden.
Da hilft nur noch der Weisser Ring, denn der hat auch mit Verlierern Mitleid. Für alle Verlierer diese www-Adresse: http://www.weisser-ring.de
Wenn der mediale Held wie vor kurzem im Fall eines Al Kaida Terroristen, die Bombenexplosion in einem Flugzeug verhindert, wird er als neuer Superman gefeiert und er kann Poster, Bücher und CDs mit seinem Siegerlächeln verkaufen.
Gewiss kann ein Held sich dann mit vielen Alphaweibchen paaren, denn die Evolution gibt nur die besten Gene weiter.

Das ernüchterne Fazit: Der Held kann nur ein Sieger sein.
Willst du ein Held werden?

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