29
Jun
2009

Psychiatrie-Alltag

Die letzten Tage fühlte ich mich sehr einsam, da die Klinik und die Patienten eine neue Herausforderung darstellen und ich noch zu keinem einen engeren persönlichen Kontakt aufgebaut habe.
Heute ist Montag, aber die Therapien haben noch nicht begonnen und werden erst in den nächsten Tagen starten.
Besonders freue ich mich auf die Ergotherapie, da ich sehr gerne male.
Leider höre ich immer noch schlecht durch die Erkältung. Heute hatte ich eine kleine Arztvisite gehabt und jetzt hat mir der Arzt mir gegen die Erkältung was verschrieben.
Der Stimmungsstabilisator, den ich einmal am Abend mit Wasser zu mir nehme, soll meine Stimmung stabil halten, so dass sie nicht nach unten oder nach oben ausbricht.
Ich fühle mich auch ruhiger und gelassener.
Die Patienten sind soweit ganz ok, heute hat jemand gefragt, ob ich mit ihm Schach spiele und ich habe gewonnen.
Beim kickern habe ich gegen den Pfleger verloren.
Das Klinikessen ist nicht zu empfehlen und dient nur dazu meine Lebenserhaltungssysteme zu erhalten.
Ich schlafe mit drei anderen in einem Zimmer. Ab und an wird geschnarcht, diese Nacht hat sich mein Zimmergenosse bei mir nicht beschwert.
Die Nacht davor war ich wohl eine Schnarchkanone und er schlief nicht ein.
So langsam gewöhne ich mich an früh ins Bett gehen und früh aufstehen.
Um 23 Uhr soll man ins Bett gehen und um 7:30 ist Frühstück.
Der Arzt hat mir heute sehr professionell das Blut mit einer langen Nadel abgenommen.
Scherzhaft sagte ich zu ihm, dass die Gerüchte sich bestätigt haben, dass er ein Händchen fürs Blut abnehmen hat.
Er lachte.
Zum Mittagessen hat die Privatpatientin ein bisschen Kuchen bekommen, der Kassenpatient bekommt so eine Annehmlichkeit nicht, er muss sich mit kleinen Keksen begnügen.
Wir haben zum Glück einen Fernsehraum. Es gibt ein Internetcafe und ein Cafe mit billigen Getränken auf dem Klinikgelände.
Mir fällt immer wieder auf wieviele psychisch erkrankte sich schlecht anziehen, als würden sie sich selber nicht mehr wahrnehmen.
Ich muss gleich los zu meiner Station. Abendbrot wartet um 18 Uhr auf mich.

Kontakt: deprifrei@web.de

Wofür brauchen Frauen Männer?

Zum beschützt werden, zum anlehnen...(Wobei ja mittlerweile ja auch Boxerinnen wie Regina Halmich gibt, die Männern das fürchten lehren. Ich glaube vor starken Frauen haben Männer allgemein Angst)

Kontakt: deprifrei@web.de

28
Jun
2009

Wofür brauchen Männer Frauen?

Na bin mal gespannt, wer da mit mir rumphilosophieren will.
Frauen finde ich gut zum lieben, kochen, reden...

Kontakt: deprifrei@web.de

27
Jun
2009

Ich suche neue Bekanntschaften

Im Moment bin ich in der Klinik und ich muss sagen, dass dieser Samstag ohne Besuch ziemlich einsam ist.
Ich würde mich freuen, wenn mir ein paar nette Leute ein paar persönliche Emails schreiben könnten und ich vielleicht die eine oder andere neue Bekanntschaft machen könnte.
Ab 18 bis? suche ich.
Ich bin 31 (m) und ein humorvoller und offener und sensibler Mensch aus NRW (Nähe Düsseldorf.)
Vielleicht könnte man sich dann irgendwann gemeinsam zum kochen, Kaffee trinken oder zum sonstwas treffen.

Email-Kontakt: deprifrei@web.de

26
Jun
2009

Der King of Pop Michael Jackson ist tot. Doch Legenden wie er sterben nie!

Als ich gestern gegen 23:52 h über den Ticker von N-tv las, dass der King of Pop gestorben ist, da war ich etwas traurig und bestürzt.
Ein Herzstillstand hat sein Leben mit gerade mal 50 Jahren beendet. Er schuf Meisterwerke wie Thriller und verkaufte über 750 Millionen Platten.
Trotz allem Ruhm und Geld blieb er eine tragische Figur wie auch viele unsterbliche Künstler vor ihm, die jetzt vielleicht auf einer Wolke im Himmel gemeinsam Musik komponieren.
Ich stelle mir vor, dass er mit Mozart neue geniale Musikstücke produziert und sie dann bei Youtube reinstellt, als Beweis, dass alle Menschen eine unsterbliche Seele haben.
Als Schwarzer kam er zur Welt und als Weisser verliess er die Welt, da seine Haut im Laufe der Jahre immer heller und bleicher wurde, aber seine Musik blieb schwarz wie die Nacht.
Seine Nase war von vielen Schönheitsoperationen verunstaltet und Spötter verbreiteten gerne, dass seine Nase kurz davor sei, dass sie abfällt.
Auch zwei Prozesse wegen angeblicher Kinderschändung musste er führen, beim letzten Prozess 2005 gewann er.
Ein Beigeschmäckle blieb, auch wenn ich das Gefühl habe, dass er ein Mensch ist, der keiner Fliege was antun kann.
Ich glaube, dass viele seiner Probleme daher rührten, dass er sich wie ein unschuldiges Kind verhielt, aber die Umwelt ihn als Erwachsenen sah.
Er war Peter Pan, der mit seiner Neverland Ranch die Kinderherzen beglücken wollte.
Er wollte alle Kinder der Welt glücklich machen, da er nie eine Kindheit hatte und mit Gewalt von seinem Vater in die Musik getrieben wurde.
Gestern verlor die Welt ein Wunder/kind und einer der prägendsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
Meine Gedanken sind bei seinen 3 Kinder, die er nie erwachsen kennenlernen wird, weil er viel zu früh starb.
Eine weitere Ironie des Peter Pans der Pop-Musik.

NRW-Kontakt: deprifrei@web.de

25
Jun
2009

Morgen löse ich die Greencard ein

Ich plage mich immer noch mit den Folgen der Erkältung herum, da ich so schwer wie ein Opa höre und ein Hörgerät gebrauchen könnte.
Das Wetter ist seit gestern super, aber ich habe kein Geld, um mir ein Eis zu kaufen.
Gestern habe ich einen Anruf der Klinik bekommen, ich habe irgendwie zugesagt und löse meine Greencard ein.
Mir gehts seelisch einigermaßen gut, aber irgendwie traue ich diesem Frieden nicht.
Vielleicht könnte die Klinik ein bisschen mehr Stabilität herstellen.
Aber vielleicht kriege ich auch nach ein paar Tagen das Gefühl, dass ich die Klinik nicht brauche und bin dann wieder heim.
Meine Mutter geht mir immer noch auf den Sack, irgendwie müsste ich als über 30 Jähriger endlich den Sprung weg von ihr bekommen.
Am besten wäre eine gewisse Distanz an Kilometern zu ihr, um nicht in Versuchung zu geraten, dass ich sie so oft besuche.
Manchmal ist meine Mutter echt lieb zu mir, sie hat gestern ein bisschen Essen von der Arbeit mitgenommen, zwei Bratwürste und Kartoffelsalat.
Heute abend werde ich noch zu einem Treffen einer Menschenrechtsorganisation gehen.
Dann sehe ich heute noch meine Betreuerin, die mir irgendwie in letzter Zeit mit ihrer distanzierten Art und ihrem aufgesetzten Lächeln auf den Wecker geht.
Nächste Woche fährt sie in den Urlaub, mein Urlaub findet in der Klinik statt, einmal weg sein von Mama.

NRW-Kontakt: deprifrei@web.de

22
Jun
2009

Finde ich den Mut zum Leben?

Zur Zeit gehts mir psychisch gut.
Weil es mir gut geht, habe ich auch mehr Möglichkeiten mein Leben zu gestalten.
Ich denke über ein Euro Job nach, über ein Praktikum bei einer Menschenrechtsorganisation, aber ich habe Schiss zu scheitern.
Ich will nie mehr wieder in meinem Leben scheitern.
Ich will vorwärts kommen, aber ich habe Angst vor dem Neuem, aber ich werde den kalten Sprung ins Wasser wagen.
Aber damit es mir dauerhaft gut geht, muss ich den Löwen in mir entdecken, denn sonst bleibt mein Leben stehen und ich werde wieder depressiv.
Ich brauche die Herausforderung und ich muss mir in den Spiegel blicken können.

NRW-Kontakt: deprifrei@web.de

Mir fehlen Laufschuhe.

Gerade bin ich auf dem Weg zu meiner Tagesstätte und später beginnt mein Malkurs.
Durch die Erkältung gehts mir miserabel. Das Wetter ist aprilhaft und mir fehlen vernünftige feste Schuhe, da die anderen kaputt sind und Löcher an der Sohle haben.
Aber ich habe kein Geld, um mir neue Schuhe zu kaufen.
Ich trage Sandalen, die aber nicht vor Regen schützen und auch die Sandalen sind auf dem besten Weg sich totgelaufen zu haben.
Ich will wieder joggen, aber dafür brauche ich gute feste Schuhe.
Mein Bauchumfang nimmt nach mehrmaligen Äusserungen meiner Mutter dramatisch zu und ich sei für sie ein super Kandidat für einen Zuckerkranken.
Meine Mutter macht sich immer zuviele Sorgen, nicht jeder Fette wird gleich ein Insulinspritzenkandidat, aber mein Bauch und mein Gewicht von 105,5 angefressenen Kilos mag ich selber nicht mehr anschauen. Auch will ich dieses Gewicht nicht mehr auf meiner schönen neuen Digitalwaage bewundern.
Ich wiege mich jeden Tag, ist wie so ein Zwang, sind ein paar Hundert Gramm runter, feiere ich das neue Ergebnis mit einer Tüte Chips unter Freunden.
Am nächsten Tag wiege ich wieder soviel wie vor ein paar Tagen und aus Frust kaufe ich mir die nächste Tüte Chips. ;-)

Kontakt: deprifrei@web.de

21
Jun
2009

Vorsicht Schweinegrippe!

Seit Freitag bin ich richtig erkältet, die Nase läuft, ich huste und auf buddhistischen Versammlungen werde ich schon mal gefragt, ob ich die Schweinegrippe habe und man empfiehlt mir einen Mundschutz wie sie auch viele Japaner in ihrer Heimat tragen.
Gestern trug ich zeitweise einen weissen Mundschutz, der den Flair von Krankenhäusern versprüht.
Zum atmen ist dieser leichte weisse Mundschutz schlecht geeignet, weil die Luft vorne direkt heiss wird und man schlecht abhusten kann.
Irgendwann habe ich diesen Schutz nicht mehr getragen und meine Grillwürstchen bei den Buddhisten ohne Mundschutz genossen.
Meine Schutzmaßnahmen begrenzten sich dabei, dass ich zur Begrüßung oder zum Abschied nicht die Hand reichte, da dies der übliche Infektionsweg ist.
Selbst Küsse sind ungefährlicher, als dieser Haut zu Haut Kontakt.
Die Schweinegrippe hat ihren Schrecken fast verloren, es sterben zum Glück doch weniger Menschen, als bei der spanischen Grippe vor 80 Jahren.
Vor 80 Jahren starben mehr Menschen durch diese Grippe, als Leichen auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs.
Trotz allem haben die Menschen mehr Angst vor einer Schweinegrippe, als vor einer normalen Grippe, obwohl die normale Grippe mehr Menschenleben pro Jahr in Deutschland fordert.

Kontakt: deprifrei@web.de

Warum wir den CO2 Ausstoß lieben sollten.

Der Sommerbeginn wechselhaft,
Temperaturen wie im April.

Wir haben noch nicht genug
CO2 in die Luft geblasen,
um das Wetter palmenstabil zu halten.

8 Prozent weniger CO2
bringt uns 2009 die Weltwirtschaftskrise.
Auch in China laufen die Motoren
längst nicht mehr so heiss
wie bis zum Sommer 2008,
als der Sommer uns
vergnügliche Planschspiele brachte.

Stattdessen grassiert im Moment
die Schweinegrippe,
die dank billiger Flugverbindungen
und unseren Wahn nach Mobilität
fast jeden Ort der Welt
in 24 Stunden erreicht.

(Außer man lebt in der Antarktis auf einer Forschungsstation
oder mitten im Regenwald von Amazonien
bei einem der bis zu 50 isolierten Indianerstämme.)

Kontakt: deprifrei@web.de

19
Jun
2009

Ein wahrer Glücksschauer. Wie Kunst Herzen öffnet.

An einem Samstag vor 6 Tagen hatte ich was tolles erlebt.
Am Japan-Tag in der Landeshauptstadt von NRW hatten einige Buddhisten ein tolles kulturelles Programm aufgelegt.
Um 14 Uhr startete die Veranstaltung im Haus eines Japaners. Meine kleine buddhistische Gruppe sang Sister Act, ein Japaner zeigte seine Kartenspielertricks und andere junge Buddhisten spielten auf ihrer Gitarre irgendwelche psycholdelischen Tracks.
Die meisten der bis zu 70 Anwesenden waren Buddhisten aus NRW zwischen 18 und 31 Jahren.
Ab und an konnte man auch ein Kuchen essen und Kaffee trinken, für die kulinarische Versorgung war auch mit kleinen Häppchen gesorgt.
Einige Bilder von mir und meinem Malerfreund Lazer hingen auch in der kleinen Galerie, wo die Veranstaltung stattfand, vielen gefielen meine abstrakten Bilder.
Am Ende der Veranstaltung las ich aus einem Text von mir vor, der darüber handelte wie man glücklich wird.
Nach meiner Auffassung ist "Glück eine Sache der Wahrnehmung und der Arbeit an sich selber."
Seltsamerweise kenne ich viele Glücksrezepte und viele klingen recht banal, aber wie schwierig ist gerade das Einfache im Leben umzusetzen!
Bei so einer schweren Erkrankung wie der Depression stößt man automatisch irgendwann auf das Wort Glück, weil es einen von allem heilt, was das Leben so schwer und unerträglich macht.
Ich bekam am Ende tosenden Applaus, viele fanden meinen Text so toll, dass sie ihn lesen wollten und wollten eine Kopie haben.
All diese positive Anerkennung hatte mich ziemlich aufgebaut, da ich normalerweise ein katastrophales Selbstbild habe.
In meinem Leben habe ich oft gezeigt bekommen, dass an mir nichts toll ist und ich es nicht wert bin, dass sich andere um mich bemühen und mir zeigen, dass sie mich gerne haben.
Ein richtiger Glücksschauer überkam mich.
An dem Tag hat alles gestimmt, ich wachte ohne Depressionen auf und der Himmel war so klar wie mein Kopf.
In der letzten Zeit habe ich soviel über Glück gelesen, aber wie wenige erreichen es, dass sie glücklich sind?
Und Glück ist für jeden was anderes und doch haben viele Glückserlebnisse Gemeinsamkeiten.
An dem Tag habe ich nicht erwartet, dass ich glücklich werde, es war wie ein Geschenk des Himmels.
Ich denke wahres Glück kann man nicht konsumieren, weil es unvorhergesehen geschieht.
An dem Tag habe ich mir ein Glücksvorrat angelegt, der mich seit dem Tag einigermaßen in Balance hält.
Später hatte ich gegrilltes im Garten des Japaners gegessen und viele Gespräche mit jungen Frauen geführt und sie sagten mir, dass mein Text sie sehr berührt hatte.
Sabrina mit der ich im Chor sang hatte Tränen in den Augen.
Eine andere meinte, dass ich bei dem Text vortragen sehr locker war, was ich ja leider im wirklichen Leben meistens nicht bin.
Kunst öffnet Herzen.
Als ich meinen Beitrag zu Ende gelesen hatte, sang eine junge Frau ihr Lied über Liebe, obwohl sie sich zu diesem Schritt überwunden musste.
Sie meinte, dass die Offenheit der Menschen sie zu diesem Schritt ermutigt hätte.
Sie hatte eine tolle Soulstimme, die wie eine alte Seele klang.
Sie meinte auch, dass sie viel im Leben durchgemacht hat.
Und wieder kam tosender Applaus und der kulturelle Abend fand sein I-Tüpfelchen.
Später erfuhr ich von ihr, dass sie unter Liebeskummer litt und sich in einem Schönling verliebt hatte, der seine schönen Karten gnadenlos ausspielte, um sich egoistisch zu verhalten.
Sie hatte den Klischee-Ken getroffen.
Wie ich mitbekam war sie ein sehr spiritueller Mensch, was mir sehr zusagt.
Vielleicht sehe ich sie ja wieder, sie meinte auch, dass sie sich nicht nur in Kens, sondern auch Künstler verliebt.
Vielleicht habe ich deshalb eine kleine Chance.
Ich habe schon lange nicht mehr geliebt und doch habe ich vor nichts mehr Angst, als zu lieben und mein Herz zu öffnen wie an diesem kultuellen buddhistischen Abend.

Es gibt ein schönes Zitat von einem Dichter: Poesie ist Wahrheit, die in Schönheit wohnt. Dieser Tag steckte voller Poesie und Glück!

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Teufelskreis

Irgendwie seit meiner Erkrankung bin ich ziemlich unzuverlässig geworden.
Ich halte nicht immer Termine ein, bin zu spät oder gehe wie gestern nicht zum Fensterputzen zu meiner Mutter, weil ich lieber meine Zeit im Internet verbringe und mich von der Realität ablenken will.
Eigentlich hasse ich es bei meiner Mutter für Geld zu putzen, einfach weil sie meine Mutter ist und sie sich dann wie ein Arbeitgeber verhält.
Ich habe auch keine Lust mehr auf meine Mutter, aber ich muss dorthin, weil ich keine Waschmaschine und kein Geld habe.
Heute hat sie mir wieder gezeigt wie sauer sie kein kann, wenn ich nicht zum Fensterputzen komme.
Im Haus 13 war sie nicht, also ging ich zum Haus 5, da dort unsere Vermieterin ihr Domizil hat und sie ab und an sich um das Haus kümmert.
Ich sah ihren Fernbeziehungsfreund und noch zwei Freunde von mir, die mich anlächelten.
Und die Vermieterin von ihr war auch da, zu der sie ein nettes, aber etwas distanziertes Verhältnis hat.
Irgendwie hatte ich das Gefühl im falschen Film zu sein, aber trotzdem fragte mich jemand ob ich was Essen will.
Als wir alleine waren startete meine Mutter ihre berüchtigte Flüsterattacke und sagte mir, dass ich gehen soll, wenn ich gegessen habe.
Sie verzog so komisch ihr Gesicht.
Irgendwie hatte ich dann die Nase voll, ich sagte vor den anderen Gästen, dass ich kein Bock habe und ging.
Sie hätte mir gleich sagen sollen, dass sie mich heute oder die Tage nicht sehen will.
Ich hatte sie mehrere Male heute angerufen, um nach einen Fensterputztermin zu fragen, aber sie war nie erreichbar.
Persönlich kotzt mich alles an ihr an, die Art wie sie sich mir gegenüber verhält, diese Kleinkindrolle in die sie mich steckt und wie oft sie sich über die Jahre respektlos mir gegenüber verhalten hat.
Andererseits merke ich in letzter Zeit auch, dass ich immer empfindsamer auf irgendwelche Äußerungen von ihr reagiere und alles übers Beziehungsohr höre und alles negativ von ihr deute.
Und in mir steckt eine Menge Wut und Aggressionen drinne, weil ich mich getreten fühle.
Ich stecke in einem Teufelskreis und suche immer noch den Ausgang. V
ielleicht ist ja der mögliche Modeljob ein Weg seine finanziellen Möglichkeiten zu verbessern.

Kontakt: deprifrei@web.de

Bin ich bald ein Werbestar?

Das Wetter ist zur Zeit sehr wechselhaft.
Der Schnupfen hat mich eingeholt, zum Glück habe ich heute nicht wie ein Schwein gegrunzt, weil das Schweinegrippe-Virus mich gefunden hat. ;-)
Meine finanzielle Situation ist immer noch erbärmlich und da es mir seit einer Woche einigermaßen gut geht, versuche ich Nebeneinkommensquellen zu erschliessen.
Ich bin in meiner örtlichen Zeitung auf eine Anzeige einer Modeagentur gestoßen, die das normale Otto-Normal-Gesicht sucht und wie ich erfuhr kann man bis zu 600 Euro am Tag verdienen. (Eine Stange Geld wie ich finde.)
Nächste Woche am Donnerstag werde ich dort auftauchen und vielleicht ziert bald mein normal fettes nettes Gesicht eine Werbesäule.
In den letzten Jahren ist ja zum Glück eine Tendenz zu spüren, dass die Werbung weg geht vom perfekten Heidi Klum Model und mehr das Normale sucht, auch wenn die Frau oder der Mann ein paar Speckrollen an der Hüfte hat wie ich zum Beispiel.
Die Dove-Werbung http://alleswerbung.at/Bilder/0610_dove.jpg ) hat aus normal übergewichtigen Damen Werbestars gemacht.
Die Kosmetikfirmen erkennen zunehmend, dass sie Produkte nur gut verkaufen können, wenn sich der Konsument mit der Ware identifizieren kann, was ja bei einer Heidi Klum für die meisten Frauen ein unerreichbares Ideal ist.
Mal schauen, was der Donnerstag so bringen wird und ob ich ein kleiner Werbestar werde.
Vielleicht sitze ich bald als Otto-Normal-Werbestar auf der Couch von Thomas Gottschalk bei "Wetten dass" und erzähle wie auch ein normales Model ohne Sixpack, sondern mit Bierbauch ausgestattet, die schönsten Frauen kriegt. ;-)
(Ich glaube gerade hatte ich ein Tagtraum, schmunzel.)

Kontakt: deprifrei@web.de

http://romek.de.tl

17
Jun
2009

Meine Single-Kontaktanzeige

Der einfachste mathematische Singlelösungsweg: Einsamer (31,181)+Einsame=Zweisamkeit und Liebe.
Meine Hobbies sind Gedichte schreiben, Malen, Fotos machen und nicht Mathematik. ;-)

NRW-Single-Kontakt: deprifrei@web.de

Was die Sterne mir heute gesagt haben.

Heute habe ich mal in die Zeitung geguckt und dachte mir, dass die Beschreibung meines Waage-Horoskopes fast wie die Faust auf's Auge passt.

"Streben Sie schon bald Veränderung im Berufsleben an, und sorgen Sie jetzt dafür, dass die Misserfolge kein Dauerzustand werden. Vielleicht sollten Sie sich von Ihrem Partner (leider bin ich partnerlos) bei der Suche nach einem neuen Job helfen lassen. Ihre finanziellen Problematiken dürfen Sie in dieser Woche mit etwas mehr Schwung angehen." (Was für Aussichten!)

Kontakt: deprifrei@web.de

Berufsunfähigkeitsversicherungen sind wichtiger als Kapitallebensversicherungen

Heute war ich wieder in der Tagesstätte und habe geleimt und gewerkelt, damit aus meinen Holzteilen etwas neues nettes entsteht.
Dann trank ich Kaffee in der Pause.
Viele Tagesstättenteilnehmer meckerten, dass zu wenig Kaffee gemacht wurde. (Jeden Tag gibts diese Meckerei, ja man hat ja sonst nix zu tun und zu reden.)
Dann sprach ich mit einer ehemaligen Tagesstättenteilnehmerin, deren Frührentenantrag gerade läuft. Ich fragte sie, ob sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat und sie antwortete mit nein.
Ich sagte ihr, statt diese doofe Kapitallebensversicherung, hätte ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen sollen und ich wäre heute super abgesichert. (Meine Lebensversicherung fürs Alter habe ich mittlerweile gekündigt, weil ich kein Geld habe diese zu bezahlen.)
Stattdessen muss ich mir ständig übers Geld Gedanken machen. Der Antrag auf Verlängerung meiner Tagesstätte läuft gerade und ich weiss nicht, ob der Antrag bis Anfang August genehmigt wird. Von der Tagesstätte bekomme ich immer 45, 50 € auf mein Konto überwiesen, damit ich meine Fahrkarte bezahlen kann. Ohne Fahrkarte wäre ich sozial tot und könnte all die buddhistischen Veranstaltungen und meine Freunde nicht besuchen.
Allerdings ist die Genehmigung auf Verlängerung der Maßnahme nicht durch und so bekomme ich auch kein Geld auf mein Konto überwiesen.
Heute bin ich pleite und das tut wirklich weh, von den letzten 50 Cent die ich noch in der Tasche habe, bezahle ich meine halbe Stunde Internet, um euch und mir Zeugnis abzulegen.

NRW-Kontakt: deprifrei@web.de

16
Jun
2009

Die lustigsten Suchbegriffe bei Google, um meinen Depri-frei-Blog zu finden:

"Bei depressionen immer ein Lächeln auf den Lippen." Ich merke schon wie ich bei den Gedanken lächle, bei einer Depression wieder die Mundwinkel nach oben zu heben, wenn der nächste mich durch die Begriffe "Trevilor Party" findet. Ich denke so eine Trevilor (Antidepressiva) Party wäre für alle Depressiven und ihre Freunde sicher was feines. Klingt fast so wie "Schwulen Party and Friends."
Vielleicht könnte man ja so 'ne tolle Party von der Pharmaindustrie gesponsert bekommen, denn jedes Medikament braucht ein tolles Image, obwohl die Antidepressiva Medikamente meist wirkungslos sind.

Und der letzte Google-Brühler "depressiv nach zahnbehandlung". Dieser Zahnarzt hat sein Handwerk verstanden. ;-)

NRW Kontakt: deprifrei@web.de

Willst du süchtig nach mir werden? ;-) Dann ist diese Seite das Richtige für dich: http://verhaltenssuechte.de

Meine Seite, wo du auch gerne ein Eintrag im Gästebuch hinterlassen kannst: http://depressionen.de.tl

http://onmeda.de/krankheiten/depression.html

Der 1,20 Brötchen und mein Gerechtigkeitssinn

Heute bin ich etwas schwerer aus dem Bett gekommen, eine leichte Depressivität spürte ich in mir, von der ich mich aber nicht unterkriegen ließ.
Ich hatte gestern abend meinen Anrufbeantworter abgehört und meine Betreuerin sagte mir, dass sie morgen nicht zu mir kommt, sondern dass ich um 10:30 zu ihr in die Tagesstätte kommen sollte.
Um Punkt 10:30 wurde ich wach und hatte verschlafen. Um 11:30 h kam ich bei ihr an und präsentierte als Ausrede für mein zu spät kommen, dass ich den AB zu spät abgehört hätte.
Anschliessend erzählte ich ihr, was ich die letzten Tage so getrieben hätte und dass ich auch im Malkurs war. Als Bonbon für meinen Malkursgehen hatte sie mir angeboten, dass wir mal gemeinsam Kaffee trinken und am Donnerstag wollen wir auch in ein Cafe gehen.
Ich gehe sehr gerne ins Cafe, da sowas immer eine heimelige Angelegenheit ist.
Das Malen hatte mir ganz gut getan wie ich erzählte, nur die Malerin nervte mich mit ihrer kindischen Piepsstimme.
Auch der Schwule in meiner Tagesstätte hat ein Nervpotential, da er dauernd klagte wie schrecklich kalt es sei und seitdem er die Mandeln weg hätte, würde er dauernd krank werden. (Der Arme)
Er benahm sich wie ein Diva-Weichei und schloss dann die Fenster, da er meinte durch die frische Luft im Malraum krank zu werden.
Anschliessend gingen wir meine Lebens- und Krankheitsgeschichte chronologisch durch, da meine Betreungsstelle in der nächsten Woche genehmigt werden soll.

Um 12:15 ging ich noch ins Cafe der Tagesstätte und trank einen großen Kaffee für 90 Cent.
Dann wundert ich mich über die gesalzenen Preise, wo ein Brötchen 1,20 € kosten soll. Ich sagte einer der Angestellten dieser Einrichtung, dass 1,20 € für einen Arbeitlosengeld 2 Empfänger wie mir viel Geld sei und dies nicht zu rechtfertigen sei. Bei Backwerk würde ein Brötchen 1,19 € kosten. Seltsamerweise sagte die langbeinige Dame mit der großen Hornbrille, die auch ein Piepsstimme wie die Malerin hat, dass im Backwerk die Mitarbeiter mit niedrigen Preisen abgezockt werden.
Und immerhin in der Tagesstätte würden die Leute 0,80 Cent pro Stunde bekommen. Ich sagte ihr, dass die Mitarbeiter bei Backwerk bestimmt mehr als 0,80 Cent pro Stunde bekommen. Irgendwie fand ich ihre Argumentation haarsträubend und so doof wie ihre Piepsstimme, die sie seit meiner Ankunft in der Tagesstätte im Februar immer wieder anwandte. Zum Glück habe ich sie nicht in der Holzwerkstatt, da so eine Person mich nur aufregen würde.
Wir bekommen auch nur 0,80 Cent pro Stunde, weniger als ein Ein-Euro-Jobber, was ich auch unfair finde.
Persönlich zeigt mir der 1,20 € Brötchen, dass diese Angestellten der Johanniter-Einrichtung zuviel Geld verdienen, um sich mal klar zu machen, dass jemand wie ich nicht so viele Brötchen verdient, um sich solchen Luxus zu leisten.
Ich werde in den nächsten Tagen gegen diesen 1,20 €-Luxus- Brötchen kämpfen, da mein sozialer Gerechtigkeitssinn von diesem Brötchen berührt wird.
Auch im kleinen sollte man gegen sowas ankämpfen!

NRW-Kontakt: deprifrei@web.de

http://onmeda.de/krankheiten/depression.html

Glaubenskampf um die Energiesparlampe

Heute hatte ich in der Westdeutschen Zeitung einen Bericht über "Gefährliche Energiesparlampen" gelesen. Wie ich aus der Zeitung erfuhr soll der Verkauf der heissgeliebten Glühbirne aus Umweltschutzgründen ab 2016 verboten werden. Den Energiesparlampen sagt man eine längere Lebensdauer und einen CO2 Vorteil durch weniger Stromverbrauch nach.
Was ich bisher nicht wusste, die Energiesparlampe besteht aus einem hohen Anteil aus Quecksilber und muss im Sondermüll entsorgt werden.
Die Energiesparlampe erinnert mich an den Glaubenskampf der Atomenergie, wo die einen der Atomenergie einen blauen Engel ausstellen wollen und die anderen diese Technologie als gefährlich brandmarken.
Bei der Atomenergie fällt als Abfall hochgiftiger Uran an, die Energiesparlampe hat Quecksilber im Angebot.
Außerdem haben die meisten Energiesparlampen den großen Nachteil, dass sie eine schlechte Leuchtkraft haben, was ich auch an meinen Lampen beobachten kann.
Das Licht hat meistens das Flair einer Gruftiparty und macht mich auch zu einem gewissen Stück depressiver.
Die Glühbirne verbreitet ein Licht wie im Paradies und vertreibt alle depressiven Geister.

Mein Schlussfazit:
Was ist besser?
Weniger C02 und dafür mehr Gift?
Oder mehr Leuchtkraft und dafür weniger depressive Gefühle?

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