15
Sep
2009

Ein Jahrzent geht zu Ende

Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass wir fast ein Jahrzent vorbei haben, als ich http://leilacouleur.twoday.net "Was charakterisiert dieses Jahrzent?" las.
Für mich persönlich charakterisiert dieses Jahrzent das hemmungslose Wachstum von Reichtum auf Kosten der Arbeitnehmer. Die Folge der Lohndrückerei und dem Streben nach billigen Arbeitskräften sind immer mehr Armutslöhne, die nicht mehr die Existenz sichern können.
Die Gier nach immer höheren Renditen führte 2008 zum Zusammenbruch der Lehmann Brothers Bank und zum anschliessenden weltweiten Bankencrash und der daraus folgenden Weltwirtschaftskrise.
Die Arbeitslosenzahlen werden noch kräftig steigen und werden warscheinlich noch wissentlich gedrückt, um der CDU und der FDP den Wahlsieg am. 27. September nicht zu verderben.

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Johanneskraut gegen Depressionen

Seit einigen Tagen habe ich die Lithium-Dosis wie vom Arzt angeordnet angehoben und seit zwei Tagen schlucke ich 360 Milligramm Johanneskraut, um meine Stimmung aufzuhellen.
Johanneskraut ist eine alte Heilpflanze, die schon in früheren Jahrhunderten bei der Bekämpfung der Gemütskrankheit eingesetzt wurde.

Heute habe ich leider etwas verschlafen und bin erst gegen 7:15 h aus dem Bett gekommen. Irgendwie fühlte ich mich die ganze Zeit antriebsgemindert, wenn auch nicht direkt depressiv.
Ich schleppte mich Richtung Arbeit, aber irgendwie ging mir dann die Puste aus und ich dachte bei 1,5 Stunden Verspätung brauchste auch gar net da auftauchen.
Dann kreisten wieder negative Depri-Gedanken wie kein Schwein ruft dich an oder warum interessiert sich keiner aus deiner Familie für dich.
Dann lief ich zu einer Buchhandlung und las in einem Buch, der sich mit dem Thema Depressionen beschäftigte.
Dort stand auch was über die Elektrokrampftherapie und die Vagusnervstimulation, die als gute Mittel gegen die Depression vermittelt wurden.
Ein Schriftsteller namens Andrew Solomon schrieb in seinem Buch "Saturns Schatten. Die dunklen Welten der Depression", dass die Depression heute gut behandelbar ist, aber nicht heilbar ist. Dem kann ich nur zustimmen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass sie heilbar ist. Elektrokrampftherapie ist nur ein Instrument, um die Depression in sein Käfig einzusperren, aber auch dieser Käfig ist noch keine Garantie, dass das Depri-Ungeheuer nicht ausbricht, um einen wieder heimzusuchen.

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Ein interessantes Interview mit Andrew Solomon über sein Buch:
http://community-muenchen.de/solomon.htm

Links über das Thema Elektrokrampftherapie kurz Ekt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokrampftherapie
http://lichtblick99.de/do-ekt.pdf
http://bundesaerztekammer.de/downloads/EKT.pdf
http://aerztezeitung.de/kongresse/kongresse2008/berlin2008-dgppn/?sid=525599

14
Sep
2009

Gedanken über Selbstmord

Die zwei Wochen Bewerbungstraining sind nun vorbei und ich habe meine Tätigkeit als Ein-Euro-Maler wieder begonnen.
Ein Stein vom Herzen fiel mir, als ich erfuhr, dass mein Mobber nicht auftauchen wird, da er bei einer Zeitarbeitsfirma einen Job gefunden hat. Danach hat sich auch meine psychische Verfassung sich verbessert.
Heute hatte ich teilweise noch leichte Depressionen gehabt, die ich durch Joggen im Moment in den Griff bekommen habe.
Aber ich muss sagen, dass die Wirkung meines Laufens früher mehr antidepressiv gewirkt hat und ich fürchte den Tag, dass nichts mehr funktioniert.
Wenn ich irgendwann nicht mehr in der Lage bin ein depressionsarmes Leben zu führen, würde ich über Selbstmord nachdenken.
Ein so negatives und niedergedrücktes Leben werde ich nicht bis ins hohe Alter führen.
Aber vorher will ich alles tun, um wieder glücklicher zu werden. Das eigene Leben ist zu wertvoll, um zu früh mit Selbstmord zu kapitulieren.
Wie ich schon oft erwähnt habe, kann sich kein psychisch halbwegs gesunder Mensch vorstellen, was für eine Macht diese dunklen Wolken haben können, die das eigene Leben verdunkeln. Wenn ein Depressiver von Selbstmord spricht, dann meint er es auch so und es ist nicht nur eine pubertäre Drohung.
Aber im Moment fühle ich mich recht gut, wenn ich es mit letzter Woche vergleiche.
Morgen werden wir bei der Tafel die Räume renovieren. Bei der Tafel speisen mittellose Menschen wie ich die von Hartz4 oder weniger leben.
Ich freue mich schon auf den Einsatz.

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12
Sep
2009

Wieder meinen Depri-Schweinehund überwunden

Wie durch ein Wunder habe ich heute Nacht geschafft eine Runde zu joggen, um mein Serotoninhaushalt in Ordnung zu bringen.
Eine wirkliche Wahl zum Joggen habe ich auch nicht, weil einen Heilpraktiker kann ich mir nicht leisten und die Medikamente wollen nicht wirken.
Lithium schlucke ich nach wie vor, obwohl ich davon nicht überzeugt bin. Mein Psychologe und Psychiater meinte, dass der Bluttest ein Lithiumspiegel von 0,33 ergab, aber 0,6 notwendig sind.
Heute fühle ich mich von 80 Prozent der Depri-Last befreit.


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Besuch bei meinem besten Freund

Gestern hatte ich wieder unter fürchterlichen Depressionen gelitten. Ich besuchte meinen besten Freund Sebastian, aber irgendwie war ich zu nichts zu gebrauchen, dass merkte er auch daran, dass ich nicht soviel wie sonst rumlaberte.
Wir aßen ein paar Weintrauben, die ich vorher im Supermarkt gekauft hatte.
Ansonsten naschte ich noch Schokolade, aber auch diese Süßigkeiten brachten meinen Serotoninspiegel nicht nach oben. Ich glaube das Schokolade nur in Unmengen glücklich machen kann und dann ist man wiederum unglücklich, weil man aussieht wie eine Tonne auf zwei Beinen.
Ein bisschen redeten wir über eine Schulkollegin, die einen geilen Arsch haben soll, aber ziemlich eingebildet ist. Und sie soll noch künstlich lachen. Irgendwie geht jede Schönheit bei soviel Einbildung über den Jordan.
Dann erzählte er mir von seinem Kumpel Helmut, den er seit drei Monaten nicht gesehen hat, weil er einen Alkoholabsturz in seiner Wohnung hatte.
Er hatte randaliert. Er ist seit 16 Jahren Alkoholiker, aber sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht und wird dann aggressiv. Ich kenne Helmut auch relativ gut und er ist wirklich ein sehr angenehmer Zeitgenosse, wenn er nicht trinkt. Er trägt lange Haare und ist Metlar, die als die sanftesten Subkulturmenschen angesehen werden können.

Später fingen wir uns wieder an zu streiten. Das Schwierige bei meinem Kumpel ist immer, dass er über meine doofen Witze lange lacht und im nächsten Moment sich darüber aufregt. Er regte sich darüber auf, als ich sagte, dass sich mein Arsch sicher über sein duftendes Klopapier freuen wird. Dann ging er an die Decke und meinte, wenn ich mich so verhalte, dann läd er mich nicht zu seinen Geburtstag ein.
Sein unberechenbares Verhalten hat oft Ähnlichkeiten mit einem Borderliner.
Später hat er sich telefonisch für sein Verhalten entschuldigt, was ich ihm hochanrechne.
Er meinte auch, dass ich manchmal in meinem Verhalten unberechenbar wäre.
Am Ende sagte ich ihm, dass wir beide an uns arbeiten müssen, aber irgendwie haben wir es 8 Jahre miteianander ausgehalten und den Rest des Lebens werden wir es auch schaffen. Und mein bester Freund ist unglaublich treuer und loyaler Mensch. Viele hätten Helmut längst vergessen, aber zu Weihnachten schrieb er ihm, um diese Freundschaft aufleben zu lassen. Aber der Alkohol hat die zarten Versuche der Annäherung zwischen den beiden zerstört.

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11
Sep
2009

Heilpraktiker

Heilpraktiker werden von der gesetzlichen Krankenkasse leider nicht bezahlt, obwohl sie in vielen Bereichen der Schulmedizin voraus sind.
Ich glaube persönlich, dass ich schulmedizinisch austherapiert bin, kein Fluoxetin oder Trevilor will bei mir wirken.
Ich habe gehört, das Bachblüten, chinesische Kräuter oder die Homöopathie gegen Depressionen helfen können.
Aber leider kostet ein Heilpraktiker ein Haufen Geld und beim Geld mangelt es mir.
Geldlosigkeit schränkt die Möglichkeiten stark ein. Manchmal wäre ich einfach gerne Millionär, nicht um mir einen fetten Ferrari zu kaufen, sondern Wahl-Möglichkeiten in diesem Leben zu haben.

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Der 11. September 2001 oder wie Idioten einen das Leben schwer machen wollen

Zur Zeit geht meine Depression einfach nicht weg, es ist sogar etwas schlimmer geworden.
Heute Nacht habe ich irgendwelche Dokumentationen über die Anschläge vom 11. September 2001 auf die Zwillingstürme in New York gesehen. Ich frage mich immer wie lange dieses Thema wie eine mediale Sau durch's Dorf getrieben werden soll.
Irgendwann ist jeder vernünftige Mensch dieser Bilder des Leids überdrüssig. Viel besser wären Dokumentationen die zeigen, das Muslime, Chirsten und Juden und all die anderen Religionen auch friedlich miteinander leben können.
Solche Beispiele werden viel zu selten gezeigt, stattdessen wird ein pervertierter Islam gezeigt, der den Namen Osama bin Laden trägt.
Aber ist der Islam=Osama bin Laden?

In meiner Maßnahme gibts ein paar Idioten, die meinen, dass sie sich auf meine Kosten lustig machen müssten.
Dann wird darüber lamentiert, warum ich zu spät komme oder über irgendein anderes Zeug wird sich das Maul zerrissen.
Das sind meistens die Art von Mensch, die immer der Politik und allen anderen die Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit geben.
Oder die wie der eine Idiot sich einen neuen Hitler als Führer wünschen.
Ich glaube, den Hitlerfan stört auch meine Diskussionsfreude, weil ich die Dinge nicht so stark vereinfache wie er es gerne tut. Dummes Denken zeichnet sich immer in der Tendenz aus, alles einfach zu machen und daraus entsteht Fanatatismus, der zu solchen fürchterlichen Anschlägen wie am 11. September führt.
Ich denke die beste Metode ist solche Idioten zu ignorieren, dann werden sie eh ihren Spass verlieren und wenn nicht, was kümmert es mich.
Mit meinen Depressionen bin ich schon genug ausgelastet, als solche geistigen Winzlinge wichtig zu nehmen.

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9
Sep
2009

Langsam gehts mir besser

Heute morgen um 8:45 h hatte ich einen Termin bei meinem Psychologen und Psychiater, um den Litiumcarbonat-Spiegel zu messen.
Zur Arzthelferin sagte ich, dass ich ein Venen-Paradies sei und sie meinte, dass ich ein wunderbares Objekt für alle Lehrlinge wäre.
Sie nahm mir das rote Blut ab und meinte, dass das Blut bei mir sehr hell wäre, was auf viel Sauerstoff schliessen würde.
Sie fragte mich, ob ich viel draußen sei und ich antwortete geht so.
Seit ein paar Wochen nehme ich schon Litium, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es irgendwie meine depressiven Schübe verhindern würde.
Gegen 9:15 war ich wieder bei der Maßnahme und wir nahmen Telefonbewerbung und Word durch.

Heute gehts mir so langsam besser.
Aber die Kraftlosigkeit ist immer noch da.

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8
Sep
2009

Ich glaube das schlimmste ist vorbei

Gestern ging es mir richtig schlecht, fast so als sei einem kotzübel vor Negativität. Irgendwie ist das Essen in so einer Situation kein Genuss mehr, sondern mehr wie eine lebensnotwendige Gewohnheit.
Mein Betreuer kam gestern gegen 18 Uhr und auch er merkte wie schlecht es mir ging. Irgendwie war ich gestern fast witzlos, sonst mache ich immer gerne irgendwelche Scherze.
Ich hatte das Gefühl gehabt, als würde ich das Kreuz Christi tragen, nur wusste ich nicht wofür.
Bis 17:55 h hatte ich geschlafen, ich musste meinen Betreuer wie eine Schlaftablette auf zwei Beinen angeschaut haben.
Wir sprachen über meine Geldprobleme und die Rechnung von 170 Euro für die Stromwerke. Ich vermute die ganze Zeit, dass diese Rechnung der Auslöser für meinen neuen depressiven Schub war.
Freitag erfuhr ich von der Rechnung und Sonntag ging es mir schon beschissen.
Heute bekam ich von ihm eine SMS, dass er mit den Stromwerken gesprochen hat und die eine Ratenzahlung von drei Monaten mitmachen. Die Rechnung ist auch nur noch 103 Euro, da ich eine Stromrechnung diesen Monat bezahlt hatte.
Ein Stein fiel mir vom Herzen. Wenn es einem richtig scheisse geht, ist ein Betreuer ein Segen, da er sich um solche Dinge kümmern kann.
Diesen Betreuer habe ich auch erst seit ein paar Wochen, vorher hatte ich eine Betreuerin gehabt, aber wir kamen nicht miteinander klar.
Meine Betreuerin war meistens mir gar nicht wirklich nah, sondern soweit weg, als sei sie ein Stern am Himmel.
Der neue Betreuer ist nicht total professionell, sondern anteilnehmend, ich kann mit ihm wie zu einem guten Freund sprechen.
Gestern ging er sehr gut auf meine beschissenen Lebenszustand ein, ich fühlte mich nach dem Gespräch erleichtert. Ich habe ja fast keinen mit dem ich über die Depressivität sprechen kann, da die meisten Menschen diese psychische Erkankung nicht verstehen.
Auch hat er viel mehr Ahnung, was eine Depression ist und er gibt mir kein schlechtes Gefühl, wenn ich nicht meine Wohnung nicht aufgeräumt kriege.
Meine Geldgeschäfte kann er nicht übernehmen, da er kein gesetzlicher Betreuer ist. Gesetzliche Betreuer werden vom Gericht eingesetzt, aber auch da gibt es die freiwillige Variante und die unfreiwillige, wo derjenige entmündigt wird.
Im Moment überlege ich, ob ich mir noch einen gesetzlichen Betreuer besorge, da ich mit Geld nicht klar komme und immer zuviel ausgebe und dadurch immer wieder in schlimme Depressionen gerate.
Gegen 19:30 h ging er.

Heute bin ich gegen 7:20 h aufgestanden, mir fiel alles schwer, am liebsten wäre ich in meinem Bett geblieben, aber die Pflicht rief.
Ich aß zwei Brötchen und machte mich auf den Weg. Erst gegen 8:45 h kam ich in meiner Maßnahme an.
Heute nehmen wir unter anderem Word durch, aber geistig bin ich abwesend.
Ich fühle mich so leer wie eine verbrauchte Batterie.
Gestern abend war ich auch zum ersten Mal seit Wochen wieder joggen, um mein Glückshaushalt aufzufüllen.
Ich glaube, dass schlimmste ist vorbei.

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7
Sep
2009

Ich bin verzweifelt

Ich bin heute morgen gegen 5 Uhr aufgewacht und direkt spürte ich den neuen depressiven Schub mit aller Macht.
Mir gehts nur noch beschissen.
Auf diversen Internetseiten suche ich nach Möglichkeiten der Heilung und treffe Wunderheiler, chinesische Kräuter und Akkupunktur an.
Irgendwas muss ich ausprobieren. In manchen Momenten erscheint mir das Leben nur noch als eine einzige Abquällerei und ich frage mich, welchen Sinn soviel unglückliches Leben haben kann.
Ich fühle mich fertig.

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6
Sep
2009

Mission Traumfickgur

Heute morgen war ich stolz auf mich, dass ich unter die 109 kg Marke rutschte, obwohl ich morgens was zu mir genommen hatte.
Die Waage zeigte 108,9 kg an.
Die letzten Tage habe ich mir McDonald und Chips verkniffen, um meiner Traumfickgur ein Stück näher zu kommen. ;-)

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Sonntag

Irgendwie bin ich heute in ein Depri-Loch geraten. Ich stand gegen 12 Uhr auf. Ich fing an aufzuräumen, aber alles fiel mir unendlich schwer, als hätte ich Blei an den Füßen.
Und wirklich sauber ist meine Bude immer noch nicht.
Wenn ich von "Mir gehts gut" spreche, dann habe ich nur eine leichte Depression, die mir noch ermöglicht einen relativ normalen Alltag zu leben wie z. B. um 7 Uhr aufzustehen und dieses Bewerbungstraing zu schaffen, aber viel mehr schaffe ich dann auch nicht.
Gegen 15 Uhr kam mein bester Freund Sebastian und Isamu, ein japanischer Buddhist.
Sebastian sah wieder verstrahlt aus, immer am lächeln, als hätte er eine gute Droge reingeschmissen, dabei ist seine Droge der Buddhismus.
Im Gegensatz zu ihm gehts mir einfach scheisse, aber ich lenke mich mit reden ab. Alleine ist es viel schwieriger, sich von seiner depressiven Lebenswelt abzulenken.
Einer meiner Liebelingssprüche ist immer: Für seine Depressionen muss man sich Zeit nehmen. Ich will nicht wissen wieviele Menschen sich kaputt arbeiten, nur um ihre Depressivität nicht zu spüren.
Mein Ein-Euo-Job dient zu nichts anderem, um mich von diesem Schwermut wegzubeamen.
Wie sehr ich mich nach einem freien Kopf sehne!
Gegen 15:45 Uhr fuhren wir noch zu der buddhistischen Versammlung.
Es wurde gechanten, anschliessend schauten wir uns noch ein Video von Ikeda dem Präsidenten dieser buddhistischen Laienorganisation an.
Er bekam wieder ein Fiedenspreis, den ihn irgend jemand in Sydney verlieh.
Seine Witze waren auch wieder dieselben. Wenn junge Leute ihn grüßten, fragte er ob die verheiratet sind. Dann gab's immer Gelächter, weil diese Frage so plötzlich kommt, aber eigentlich stellt er sie fast immer, egal wo er ist.
Das ist fast so wie bei Mario Barth, wenn er zum hundersten Male über Beziehungskisten z. B. "Männer sind primitiv, aber glücklich" zwischen Mann und Frau witzelt; irgendwann sind diese Ulknudeln aufgefressen und man kann nicht mehr lachen.
Nach einer gewissen Zeit ging ich aus dem Raum raus, wo das Video über Daisaku Ikeda lief und trank ein Kaffee.
Mein Freund lächelte immer noch wie ein Honigkuchen, als er seinen Meister sah.
Irgendwie sehe ich den Buddhismus viel nüchterner, als viele in diesem Raum. Mir fehlt der Buddha-Alkohol im Blut, um ständig in Extase zu verfallen.
Ist schon komisch, wenn fast alle alkoholisiert wirken und ich der Einzige nüchterne bin.
Vielleicht sollte ich mehr Buddhismus saufen, um endlich glücklicher zu sein.
Gegen 18 Uhr ging ich nach Hause und meine Depressionen kehrten wieder zurück.

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5
Sep
2009

Geldprobleme wegen Jahresabrechnung des Stromanbieters

Irgendwie ist es ziemlich kalt geworden, ich spüre den Herbst, aber noch grünt es kräftig.
Ich habe auch eine saftige Nachzahlung meines Stromanbieters von 170 Euros. Vermutlich ist die Nachzahlung so hoch, weil ich Rechnungen nicht bezahlen konnte und davon sind noch 12 Euro Mahngebühren. Ich habe irgendwie keine Ahnung wie ich all das bezahlen soll. Zahlungsfrist ist 17. September.
Am Montag werde ich mit meinen Betreuer sprechen wie wir all diese Probleme regeln können.
Gestern habe ich meinen Freund Baran besucht, wir schauten uns eine witzige Gefängniskomödie an, wo ein Insasse den anderen das Arschficken verbietet. (In amerikanischen Gefängnissen sind Vergewaltigungen unter Insassen fast so normal wie bei uns das Pausenbrot auf der Arbeit.)
Montag fliegt er mit seiner neuen bayrischen Freundin in die Türkei, um seine Eltern besuchen.
Meine Mutter mach auch im Moment in Kroatien auf der Insel Hvar Urlaub.
Nur anscheinend ich muss in Deutschland auf den Herbst warten. Irgendwie würde ich auch mal gerne für ein paar Tage weg, aber dafür fehlt das Geld.

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4
Sep
2009

Zuspruch tut gut

Der Dozent, der auch Unternehmensberater ist meinte gerade in der Pause, dass ich eine schnelle Auffassungsgabe habe. Ich sollte mehr aus meinen Fähigkeiten machen und nicht immer alles schwarz sehen.
Er fragte mich, was ich alles so machen will. Ich erzählte ihn von meinem Plan eine Umschulung zu machen.
Auch fragte er mich, warum ich die Ausbildung als Altenpfleger nicht abschliessen konnte und ich sagte ihm, dass ich das wegen meiner familiären Problemen nicht geschafft habe.
Er meinte, wenn ich die Ausbildung mache, dass ich sie sicher gut abschliessen werde, da ich ja ein cleveres Kerlchen sei.
Ich sollte mich nur nicht zuviel in meinem Denken verlieren und z. b. auch Sport mache und aktiver im Leben werden.

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Wir schneiden uns selbst ins Fleisch

Der Dozent meinte, dass wir selber Schuld seien, wenn Arbeitsplätze verloren gehen, wenn wir immer die Billigprodukte aus Fernost kaufen.
Als Beispiel nannte er den Textildiscounter Kik, die Strümpfe für 49 Cent aus Fernost verkaufen.
Kik ist auch berüchtigt als Unternehmen, der Billiglöhne anbietet und die Tarife unterläuft.
Jeder Kauf bei Kick ist eine Unterstützung dieser Raubtierkultur.
Er meinte auch, dass duch die Überalterung der Gesellschaft in Zukunft für qualifizierte Kräfte viele Möglichkeiten existieren würden.
Wir haben zu wenige Kinder wie er uns sagte.
Ich empfahl die Kondome teurer zu machen.
Allgemeines Gelächter.

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Freitag, das Wochenende beginnt um 12:15 uhr nach Ende der Maßnahme

Im Moment nehmen wir Anschreiben beim Bewerbungstraining durch. Diese Nacht habe ich weniger geschlafen, meine Konzentrationsfähigkeit ist im Moment etwas eingeschränkter, als gestern. Wenn der Dozent uns etwas sagt, schweifen meine Gedanken ab und an ab und ich komme in einem Trance ähnlichen Zustand.
Heute habe ich wieder meine Mails bei Abgefuckt-liebt-dich angeschaut. Einige junge Frauen über 18 haben mir geschrieben, aber keine mit ernsthaften Interesse.
Eine von den Damen macht im Moment Aupair in Schweden, ist ja mal was anderes, als immer nur die USA oder Grossbrittanien zu hören und zu lesen.
Die Borderlinerin schrieb mir auch, dass sie sich freut, dass sie sich heute mit mir telefonieren wird.
Im Moment meine größte Beziehungshoffnung.

Was habt ihr Wochenende vor?

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Lebe glücklich! Ein Blog über das Leben mit Depressionen und Internetsucht. Ein junger Mann (38) schreibt über seine Erfahrungen mit Vorurteilen und Einsamkeit. Rechte bei Deprifrei.de

Die Depression kann mit einer in schwarz gekleideten Dame verglichen werden. Wenn sie kommt, so weise sie nicht weg, sondern bitte sie zu Tisch als Gast und höre, was sie Dir zu sagen hat. C.G. Jung Mehr Informationen zu meinem Blog www.depri-blog.de.tl

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