Familientraditionen
Nach längerer Sendepause habe ich mit meinen Onkel H. aus Schleswig-Holstein telefoniert. Er war vor Monaten ins künstliche Koma versetzt worden, da sein Herz nicht mehr so richtig funktionierte. Sein Leben hing am seidenen Faden. Jetzt konnte ich mit dem Bruder meines Vaters reden. Seine Stimme klang etwas kratzig, vielleicht weil er auch einige Schläuche im Bereich des Rachens stecken hatte. Er hatte mir erzählt, dass er während seines Komas geträumt hatte, dass er in Polen war und eine Verwandte von mir im Dorf den Hühnern Körner gab und er sich einbildete mit der Maul und Klauen-Seuche sich angesteckt zu haben. Nach seinem Koma fragte er seine Familie, ob er in Polen war, da ihm seine Träume so realistisch erschienen. Zur Zeit hat er noch ein künstliches Herz, was sein altes Herz unterstützt. Ihm ging es anscheinend den Umständen gut.
Er fragte mich wieder, ob ich mit meinen Vater Kontakt hätte. Ich verneinte. Irgendwie denke ich am liebsten über das Thema nicht nach. Er hat ja mit allen aus seiner Familie den Kontakt abgebrochen. Zu meiner Verwunderung erzählte er mir, dass die jüngere Schwester meines Vaters ihn einige Male getroffen hätte. Mit der hatte er auch über längere Zeit keinen Kontakt. Ich habe sie seit den 90ern nicht gesehen. Zu den Traditionen in meiner väterlichen Familie gehört es, dass sich die Menschen Jahre nicht sprechen, um dann irgendwann den Kontakt wieder zu finden. Meinen Vater habe ich seit 2008 nicht mehr am Telefon gehört und seit 2003 nicht gesehen. Wie meine Mutter mir mal erzählte war die Begründerin dieser tollen nicht miteinander reden Tradition meine deutsche Oma, die so die Kinder bestrafte. Praktisch aus dem Grab heraus ist meine Oma immer noch anwesend in meinen Leben. Mein Vater redet mit mir nicht, Probleme werden nicht aus dem Weg geräumt, sondern einfach nicht miteinander besprochen. Auch früher war es sehr schwierig mit meinen Vater über Konflikte zu sprechen und sie für beide Seiten gut zu lösen. Das ist wirklich schade. Stattdessen hat er die bequeme Alternative genommen mich aus seinen Leben zu verbannen. Und so kenne ich meine Schwester immer noch nicht. Meine letzte erinnerung an sie sind die Ultraschallbilder die mir mein Vater 2003 im März zeigte, drei Monate vor ihrer Geburt. Ich hatte mich wirklich gefreut eine Schwester zu bekommen, aber irgendwie hatte ich schon damals eine Ahnung gehabt, dass ich sie nicht wirklich kennenlernen werde.
Mein Onkel fragte noch wie es mir geht und was ich machen würde und verabschiedete sich von mir. Meinen Onkel habe ich auch schon seit über 10 Jahren nicht gesehen, ich wohne ja in NRW und sein Wohnort liegt nicht um die Ecke. Das Einzige was mich mal etwas geärgert hatte, als er seine ältere Schwester besuchte und nicht darüber nachdachte, ob ich nicht vorbeikommen will. Seine Schwester wohnt nicht so weit von mir weg.
Kontakt: deprifrei @web.de
http://facebook.com/deprifrei
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Er fragte mich wieder, ob ich mit meinen Vater Kontakt hätte. Ich verneinte. Irgendwie denke ich am liebsten über das Thema nicht nach. Er hat ja mit allen aus seiner Familie den Kontakt abgebrochen. Zu meiner Verwunderung erzählte er mir, dass die jüngere Schwester meines Vaters ihn einige Male getroffen hätte. Mit der hatte er auch über längere Zeit keinen Kontakt. Ich habe sie seit den 90ern nicht gesehen. Zu den Traditionen in meiner väterlichen Familie gehört es, dass sich die Menschen Jahre nicht sprechen, um dann irgendwann den Kontakt wieder zu finden. Meinen Vater habe ich seit 2008 nicht mehr am Telefon gehört und seit 2003 nicht gesehen. Wie meine Mutter mir mal erzählte war die Begründerin dieser tollen nicht miteinander reden Tradition meine deutsche Oma, die so die Kinder bestrafte. Praktisch aus dem Grab heraus ist meine Oma immer noch anwesend in meinen Leben. Mein Vater redet mit mir nicht, Probleme werden nicht aus dem Weg geräumt, sondern einfach nicht miteinander besprochen. Auch früher war es sehr schwierig mit meinen Vater über Konflikte zu sprechen und sie für beide Seiten gut zu lösen. Das ist wirklich schade. Stattdessen hat er die bequeme Alternative genommen mich aus seinen Leben zu verbannen. Und so kenne ich meine Schwester immer noch nicht. Meine letzte erinnerung an sie sind die Ultraschallbilder die mir mein Vater 2003 im März zeigte, drei Monate vor ihrer Geburt. Ich hatte mich wirklich gefreut eine Schwester zu bekommen, aber irgendwie hatte ich schon damals eine Ahnung gehabt, dass ich sie nicht wirklich kennenlernen werde.
Mein Onkel fragte noch wie es mir geht und was ich machen würde und verabschiedete sich von mir. Meinen Onkel habe ich auch schon seit über 10 Jahren nicht gesehen, ich wohne ja in NRW und sein Wohnort liegt nicht um die Ecke. Das Einzige was mich mal etwas geärgert hatte, als er seine ältere Schwester besuchte und nicht darüber nachdachte, ob ich nicht vorbeikommen will. Seine Schwester wohnt nicht so weit von mir weg.
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deprifrei-leben - 18. Sep, 16:55