Momoseven (
http://momoseven.twoday.net ) fragte mich, ob ich noch lebe und wieder auftauchen würde. Ja, ich tauche aus meiner leicht depressiven Versenkung auf.
Irgendwie habe ich in der letzten Zeit, zu immer weniger Dingen Lust, meine Wohnung vergammelt seit ein paar Tagen immer mehr und auch diesen Blog zu betreiben, fällt mir immer schwerer. Ich verliere den Sinn darin, dass ich über mich und meine ewig zurückkehrenden Depris berichte.
Meine Blogleser wollen ja gute Nachrichten lesen und nicht, dass ich wieder in meine depressiven Löcher versinke.
Vor knapp einer Woche kritisierte mich meine Mutter vor Nachbarn, dass ich unordentlich aussehe und nicht das Hemd richtig geknöpft habe.
Ich wurde wütend und sagte ihr, dass sie mich wie ein Kleinkind behandelt.
Meine Mutter wirkt auch nicht immer, total super. Sie sollte sich an die eigene Nase fassen.
Mittlerweile kritisiere ich sie auch vor anderen.
Ich habe keine Lust mehr mein Maul zu halten, sie soll mal auch spüren wie es ist, wenn man dauernd Kritik hört.
Was ich auch nicht ab kann, wenn ich ihrer Nachbarin was frage und sie für ihre Nachbarin antwortet.
Die letzten Tage hat sie sich echt Mühe gegeben. Ihre Kritik an mich verpackt sie in einem lockeren Ton und nicht in dieser nervigen Stimme, die mich so fertig macht.
Auch haben wir viel mehr gelacht.
Dank meiner Geldnot hatte ich kein Geld, um mir Nervennahrung wie Chips und Schockolade zu besorgen.
Ich habe laut meiner neuen Digital-Waage von 101,2 kg auf 100,5 kg in einer Woche abgenommen.
Armut ist die beste Diät!
Erst seit heute habe ich wieder Geld auf meinem Konto. Ich hatte meinen Antrag auf Fortzahlung von Hartz4 zu spät gestellt. Im Moment verschiebe ich wieder alles auf später.
Mir fehlt die Kraft.
Ich habe mir eine zweite Tagesklinik angeschaut, die mir gut gefallen hat.
Diesmal stellte mir die Frau keine doofen Fragen, ob ich homosexuell wäre oder zu Prostituierten gehe.
Ich stehe eindeutig auf weibliche Kurven, die ich gerne mal befahren würde und nicht auf harte männerbehaarte Brüste.
So langsam merke ich, dass es mir durch das Schreiben wieder besser geht und ich mich klarer und besser fühle.
Ernest Hemingway sagte einmal, dass jeden Menschen gut tun würde, wenn er einen einfachen prägnanten Satz schreiben würde.
Schreiben ist Therapie.
Kontakt: deprifrei@web.de