8
Mai
2016

Ein Freund namens Dost. Können Hunde Brücken zwischen Muslimen und Deutschen schlagen?

Zur Zeit geht es mir nicht so gut. Ich will nicht zum tausendsten Male schreiben wie diese Miesepeter-Erkrankung heißt. Es bringt eh nix über die schwarze Dame zu schreiben.
In Deutschland war heute super Frühlingswetter und dann hocke ich niedergeschlagen in meiner Wohnung und warte auf den Anruf einer Prinzessin die mich mit viel Liebe retten will.
Natürlich wird nie eine Frau anrufen und ich muss mich mit dieser Erkrankung alleine auseinandersetzen.
Seit Jahrzenten bin ich an dunkle und schlechte Gefühle gewöhnt wie ein dressierter Hund der auf Kommando Sitz macht. Nur bekomme ich anschließend nie ein Leckerli.
Ich grübele wieder warum mich kaum einer anruft. Dann twittere ich viel über mein Smartphone und reagiere auf die Tweets von Nazis, AfD-Fans, Islamhassern und all diesen Müll von Hass.
Ich lese immer wieder, dass sie ja keine Nazis wären, aber den Islam aus Deutschland haben wollen.
Viele wollen, dass die Muslime aus diesem Land verschwinden. Wenn ich ganze Bevölkerungsgruppen ausgrenze, dann bin ich ein verdammter verfuckter Nazi.
Die früheren braunen Nationalisten haben mich eher imponiert, da sie zu Adolf Hitler als den größten Deutschen standen und nichts leugneten. Die modernen Pegida-Nazis enttäuschen mich.
Heute muss man einem Nazi einen Blindenstock geben, damit er seine braune Gesinnung ertasten kann. Viele der Neuen Rechten sind blind gegenüber ihrer Gesinnung. Ich frage mich, ob sie tatsächlich glauben Gutmenschen zu sein. Manche schreiben in ihrem Twitterprofil, dass sie Ausländer gerne haben. Die Einschränkung ist, dass sie Muslime hassen. Lieben sie doch nicht alle Ausländer?
Heute Abend habe ich einem Bekannten angerufen. Er ist wie ich Halbpole und er hat eine süße ältere Hundedame namens Sabby. Wir verabredeten uns im Starbucks-Cafe.
Er hat mir immer wieder in der Vergangenheit erzählt, dass Muslime sich im Bus von ihm wegsetzten, da Hunde laut Islam unrein sein sollen.
Dann erzählte er mir von Kindern mit muslimischen Hintergrund die sagen, dass sie den Hund nicht anfassen dürfen. Er fragte warum. Der Imam der Moschee hätte gesagt, dass das nicht Haram sei. Sie streichelten trotzdem den Hund. Laut dem Imam ist eine Moschee schon verunreinigt, wenn ein Hundehaar in das Gotteshaus kommt.
Wie kann der beste Freund des Menschen unrein sein?
Wir Menschen haben den Wolf im Laufe von Zehntausenden Jahren zu einem süßen Gucci-Schoßhund domestiziert.
Auch in seinem Stadtviertel machte er immer wieder die Erfahrung als Hundebesitzer, dass sich Muslime ihm gegenüber abfällig verhielten und die Straße wechselten. Manche beschimpften ihn sogar.
Heute erzählte er mir, dass ihn seit letzter Zeit eine türkische muslimische Familie begrüßt, die vorher sich im Bus wegsetzte, wenn sie den Hund sahen. Seit einiger Zeit haben die selbst einen Hund und sie erklärten ihn, dass er Dost heißt. Das bedeutet Freund. Wir beide lachten laut über die unerwartete Wendung. Er bemerkte, dass die wohl doch mitbekommen haben welche Freuden und Vorteile ein Hund wohl bietet.
Jetzt begrüßen sie ihn immer mit Meraba und er sagte mir, dass sich Menschen doch ändern können.
Und ich meinte, dass gewiss die Kinder die Eltern gebeten haben einen Hund zu holen. Kinder sind ja für Neuerungen eh offener und so kann Integration zwischen Deutschen und Muslimen gelingen. Scherzhaft sagte ich, dass sein Hund wohl der beste Integrationshelfer war. Die Sonne strahlte vom Himmel und der Hund schlummerte friedlich im Außenbereich von Starbucks. Und ich trank meinen schwarzen Tee mit Zucker und Zitrone. So kann das Leben doch noch schmecken.
Meine Erkrankung und den Hass den ich im Netz las, konnte ich vergessen.
Können wir nicht alle einen Dost gebrauchen?


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